Essen Hermine Kirsch vollendet am Montag, 4. November, ihr 102. Lebensjahr. Die älteste Einwohnerin der Gemeinde Essen wurde im damaligen Bahnwärterhaus bei Diekmanns Mühle geboren. Ihre Eltern Eduard und Lina Benning betrieben ein Frisörgeschäft im Haus Nobis am Marktplatz. Am 1. April 1925 zog die Familie in das Haus von Lehrer Brämswig (heute Reinigung Jansen-Olliges) und im Oktober 1927 auf den Achterort, wo die Jubilarin auch heute noch wohnt.

Der größte Wunsch der Altersjubilarin, gesund zu bleiben, blieb ihr leider verwehrt. Kurz vor Vollendung des 101. Lebensjahrs ereilte sie eine schwere Krankheit, die der bis dahin so agilen Jubilarin bis heute sehr zu schaffen macht. Hermine Kirsch hat aber nie aufgegeben und sich, soweit es möglich ist, ins Leben zurückgekämpft.

Geistig ist sie topfit geblieben, weiß viel aus der Geschichte der Gemeinde zu erzählen und ist als Zeitzeugin eine nahezu unerschöpfliche Quelle für Ereignisse in Essen. Nach der Volksschule lernte sie Hauswirtschaft und war während der Kriegszeit in einer Wäscherei auf dem Fliegerhorst in Quakenbrück beschäftigt. Später arbeitete sie in der Apfelweinkelterei Arkenau und bei der Firma Schlaraffia in Quakenbrück. Da sie zudem geschickt im Nähen war, half sie von 1977 bis 1983 im Handarbeitsfachgeschäft von Alma Schade aus.

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Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1961 lebte sie mit ihrer Schwester Elli und deren Tochter Lieselotte zusammen. Heute ist Hermine Kirsch allein, hat aber in den Nachbarn Lohmann und Jürgen Altmann eine große Hilfe, da ihre Gesundheit es nicht mehr zulässt, Arbeiten im Haushalt eigenständig zu erledigen.

Mit großem Interesse hat die Altersjubilarin die technische Entwicklung im Laufe der Jahre verfolgt, von der Zeit als die Bilder laufen lernten und der Autoverkehr noch sehr überschaubar war, bis in die heutige Zeit mit Computer und iPhone. Mit Letzteren beschäftigt sie sich aber nicht. Ansonsten ist sie mit der Zeit gegangen.

Hermine Kirsch ist großer Fan des BV Essen und von Borussia Dortmund. Die Borussia hatte es sich nicht nehmen lassen, ihr zum 100. ein Trikot mit den Unterschriften der Spieler und der Rückennummer 100 zu schenkten. Noch heute schwärmt sie von einem Besuch im Signal Iduna Park Stadion, den ihr Neffe ermöglicht hatte. „Das ging schon los, dass wir einen Extra-Parkplatz hatten, danach gab es ein Buffet und Sitzplätze in den ersten Reihen. Überwältigt war ich von der „gelben Wand“. „Das muss man erlebt haben,“ schilderte Hermine Kirsch dieses für sie so besondere Erlebnis.

Leider kann sie ihren Geburtstag nicht so feiern, wie sie es sich gewünscht hätte. Besuche sind nicht möglich. Über einen kurzen Anruf oder einen schriftlichen Glückwunsch würde sich Hermine Kirsch aber sehr freuen. Glückwünsche der stellvertretende Landrätin Marlies Hukelmann und von Essens Bürgermeister Heiner Kreßmann sind bereits eingegangen.


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