CAPPELN Der Weg für die Neuvergabe der Konzessionsverträge für die Energieversorgung durch die Gemeinde Cappeln steht. Es gibt keinen Vertragsabschluss mit der Energienetze Nordwest (ENW). Vorerst nicht. Die Verwaltung wurde beauftragt, bis zur nächsten Ratssitzung im Juli eine neue Bewertung der ENW und EWE vorzunehmen. Sie soll als Grundlage zur Entscheidung dienen. Die derzeitigen Aussagen zur Verbraucherfreundlichkeit und Netzsicherheit pro ENW, die Bestandteile der Bewertung sind, wurden bereits vor einem Jahr von den Mitgliedern des Rates angezweifelt.

Bürgermeister Reinhold Grote (CDU) schlug diesen Weg auf der Ratssitzung am Montag vor, der aus dem Verwaltungsausschuss stammt, als einzig machbaren vor: „Er ist rechtlich einwandfrei.“

Obwohl die mehrheitliche Zustimmung frühzeitig erkennbar war, erzürnten sich die Gemüter. Ratsvorsitzender Georg Meyer-Nutteln (CDU) provozierte mit dem Vorwurf „geimpft“ zu sein und die Entscheidung treffen zu wollen, ohne alle Faktoren zu kennen. Denn noch seien nicht alle Zahlen bekannt, um nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten abzuwägen.

Dafür bekam Meyer die Schelte aller Fraktionen. Sie seien gewählte Kommunalpolitiker und von den Bürgern beauftragt, in ihrem Sinne zu entscheiden. Und in der Gemeinde, in der 80 Arbeitsplätze von der EWE direkt abhängen, könne die Entscheidung nur in eine Richtung gehen.

Mit vier Gegenstimmen beschloss der Rat die Erhöhung der Abwassergebühren um 75 Prozent von 1,65 Euro auf nun mehr 2,90 Euro pro Kubikmeter. Das auszugleichende Defizit, das durch die geringere Auslastung der Kläranlage entstanden ist, sei durch die Einstellung des Schlachtbetriebes in der Gemeinde entstanden. Die Kläranlage gehört dem OOWV.

Torsten Koopmeiners wurde einstimmig zum Ortsbrandmeister ernannt und Martin Weldam für zwei Jahre kommissarisch zu seinem Vertreter bestellt. Weldam fehlen zurzeit die erforderlichen Lehrgänge, die innerhalb der Zeit nachgeholt werden müssen.

Abgelehnt wurde der FDP-Antrag auf zusätzliche Defibrillatoren. Die SPD scheiterte mit ihrem Wunsch, die Richtlinien zur Familienförderung zu ändern.

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