OLDENBURG „Erst die Uni und dann . . . ?!“ – so lautete das Motto des 3. Praxisforums Pädagogik im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg. Mehr als 70 Studierende ließen sich von vier Absolventinnen ihres Faches verschiedene Berufseinstiegschancen und Karrieremöglichkeiten aufzeigen.

Viele Möglichkeiten

„Wir wollen den Studierenden die ganze Bandbreite an Möglichkeiten aufzeigen, die ihnen ein pädagogischer Studienabschluss bietet“, sagte Manuel Siebert, Koordinator der Ehemaligenarbeit an der Universität Oldenburg. Und das gelang auch. „Es war sehr interessant, zu sehen, was man mit einem Pädagogik-Abschluss alles machen kann, welche beruflichen Perspektiven es gibt“, sagte Ulrike Oellermann, Pädagogikstudentin.

Eine der Referentinnen war Ute Wicke. Sie machte 2003 ihren Abschluss in Interkultureller Pädagogik. „Ich wollte danach eigentlich ins Ausland“, erzählte die Pädagogin. Nach zwei unterschiedlichen Jobs landete sie dann in Diepholz. „Eine sehr spannende und interessante Aufgabe“, erzählt Ute Wicke von ihrer Stelle an der Volkshochschule. Sie konzipiert Bildungsmaßnahmen und -angebote und entwickelt verschiedene Projekte.

Eine ähnliche Stelle hat die Sonderpädagogin Dr. Eva Maria Haarmann inne. Als stellvertretende Leiterin des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft ist sie für die Koordination und Besetzung von Bildungsmaßnahmen zuständig.

Studienabgänger bevorzugt

Daher auch die Frage einer Studentin: „Stellen sie auch Berufseinsteiger ein?“ Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Wir stellen sogar sehr gerne Studienabgänger ein.“ Wichtig sei vor allem, dass man selbstbewusst sei und Erfahrungen gesammelt habe.

Das war auch das Credo von Anna Maria Sprute. Nach ihrem Bachelor-Abschluss in Pädagogik arbeitet sie nun in der stationären Jugendhilfe. „Erfahrungen sind das Wichtigste. Wenn ein Kind vor einem steht, das gerade eine Tür eingetreten hat, dann muss man instinktiv das Richtige tun. Das kann man nicht an der Uni lernen“, berichtete sie aus ihrem Alltag. Dennoch sei das Universitätswissen von großer Bedeutung: „Das ruft man ganz automatisch immer wieder ab.“

Einen ganz anderen Weg ging Wiebke Tute. Nach der Schule absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenheim und danach eine Tischlerlehre. „Aber ich wollte unbedingt etwas mit Menschen machen“, sagte sie. Also folgte nach einer Stelle in einer Werkstatt der Lebenshilfe ein Pädagogik-Studium. Jetzt ist sie in der Berufswegplanung für Langzeitarbeitslose tätig. Besonderen Wert legt die Diplom-Pädagogin auf Netzwerke: „Leute kennen und Kontakte knüpfen, damit kann man schon viel erreichen.“ Dem stimmte auch Ute Wicke zu: „Man kann gar nicht alles wissen, aber man muss wissen, wen man anrufen kann und wo man seine Informationen herbekommt.“

Forum Sozialwissenschaft

„Bisher gab es die Praxisforen immer nur für Pädagogen, doch in diesem Jahr werden auch andere Fachbereiche mit einbezogen“, blickt Manuel Siebert voraus. Am 27. Mai findet um 17 Uhr im Hörsaal 3 ein Praxisforum für Sozialwissenschaftler statt, am 13. November gibt es ein Praxisforum der Fakultäten III und IV. Dieses wird einen ganzen Tag dauern und neben Podiumsdiskussionen auch Workshops und Seminare beinhalten.

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