DELMENHORST Politisch sei sie schon immer interessiert gewesen, sagt Katja Beyer über sich selbst. Die 27-jährige Lehrerin für Spanisch und Französisch ist die Delmenhorster Direktkandidatin der Piratenpartei für die niedersächsische Landtagswahl am 20. Januar 2013.

Nach dem Studium wollte sie gemeinsam mit ihrem Mann Florian politisch aktiv werden und nach Vergleichen der verschiedenen Parteiprogrammen fiel die Wahl des Paares auf die Piraten, deren Ziele sie überzeugten. „Es ging uns auch darum, dass wir gleich mitreden und aktiv werden wollten“, erklärt Beyer die Entscheidung für die Piraten.

2010 traten die Beyers in die junge Partei ein, sie ist die nun die 2. Vorsitzende des Stadtverbandes Delmenhorst und Direktkandidatin für die Landtagswahl, er ist Ratsherr im Stadtrat.

Besonders die Transparenz und Bürgernähe, die sich die Piraten auf die Fahnen geschrieben haben, möchte Beyer im Falle eines Einzugs in den Landtag weitergeben und auch den alteingesessenen Parteien „die Angst vor dem Internet nehmen“, wie sie sagt. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist ihr das Thema Bildung. „Bildung ist Ländersache, daher kann man dort viel bewegen“, sagt sie.

Die gebürtige Bremerin, die aber in Delmenhorst aufgewachsen ist, fühlt sich in der Region verwurzelt. „Als Direktkandidatin ist man so etwas wie die Delmenhorster Stimme im Landtag. Ich höre, was die Leute wollen“, macht sie ihre Ambitionen deutlich.

Angst vor der Aufgabe einer Landtagsabgeordneten hat sie wenig: „Wir haben den Stadtverband der Piraten in Delmenhorst mit aufgebaut, daher wissen wir, wie so etwas geht. Und da es bei uns keinen Fraktionszwang gibt und wir nur unserem eigenen Gewissen verpflichtet sind, denke ich schon, dass ich meine und die Interessen der Partei auch auf Landesebene gut vertreten kann“, gibt sie sich selbstbewusst.

Auch für den Wahlkampf fühlt sie sich gerüstet, schließlich könne sie bereits auf Erfahrungen aus der Kommunalwahl zurückgreifen, auch wenn sie und die anderen Piraten noch eigentlich nur „Hobby-Politiker“ seien. „Wir fangen früh damit, um den Kontakt zu den Bürgern nicht zu verlieren und unterstützen uns dabei gegenseitig“, erzählt die 27-Jährige. Auch ihr Mann bewirbt sich übrigens für ein Landtagsmandat, allerdings über einen Listenplatz. Und sollte es mit der Landtagswahl klappen, sind auch die Zeiten als Hobby-Politikerin bald vorbei.

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