TOSSENS Erstmals seit Beginn ihrer Arbeit an der Zinzendorfschule inszenierte Theater-Pädagogin Conny Howell mit den Akteuren aus den 5. und 6. Klassen ein „fertiges Stück“, also einen Text, den sie nicht selbst verfasst oder umfangreich bearbeitet hat. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Richard entwickelte sie das fantasievolle und gut bespielbare Bühnenbild für die Abenteuer der „Roten Zora“ und ihrer Bande.

Die Schüler aus Haupt- und Realschule sowie und Gymnasium verwandelten sich mit Hilfe zweier schminkender Mütter in Gestalten aus der auf dem Balkan gelegenen Heimat der Roten Zora. Die lebt mit ihrer Bande elternlos und frei auf der verlassenen Burg über dem Fischerdorf. Sie stehlen um zu überleben und treiben so manchen Schabernack, der sich vor allem gegen die Reichen und Mächtigen der Gemeinde, aber auch gegen die verwöhnten Gymnasiasten richtet.

Branko, der Waisenjunge, kann bei seiner als Hexe verschrienen Großmutter nicht bleiben und wird auch – so wie ihm die Alte prophezeit – zum Dieb, wenn auch aus Not. Der Dorfpolizist verhaftet ihn, obwohl der Fischhändler, das Opfer des Diebstahls, keine Anzeige erstattet. Die „wilden“ Kinder sind dem Bürgermeister und dem reichen Bauern ein Dorn im Auge.

Stehlen ist keine Lösung

Zora befreit den Jungen, der sich der „Uskoken“-Bande anschließt. Ständiger Verfolgung ausgesetzt, lernen die jungen Menschen, dass Stehlen keine Lösung ist, nicht nur weil es die Falschen treffen kann. Sie vergällen dem Bürgermeister einen Jubeltag und werden erwischt. Der Gemeinderat stimmt ab, ob sie bestraft werden sollen oder ob Gnade waltet. Durch die Intervention der 17-jährigen Bürgermeistertochter Zlata, die an Branko Gefallen gefunden hat, bleibt ihnen die Haft erspart und sie erhalten jeder für sich die Chance für ein neues Leben innerhalb der Gesellschaft.

Diese Geschichte eines starken Mädchens, einer solidarischen Gruppe und einer Gesellschaft, in der sich Arm gegen die Macht der Reichen wehren muss, enthält als Theaterstück vielfältige Rollen, einige mit sehr umfangreichem Text. Die Mitglieder der Theater-AG meisterten sie in bewundernswerter Weise. Durch kleinere Hänger oder auch erzwungene Improvisationen ließen sie nicht aus dem Konzept bringen.

In der Kulisse, die sowohl Burg als auch Dorf darstellte, erzählten sie in gut eineinhalb Stunden die dramatische Geschichte und durften sich, nach häufigem Szenenapplaus, über viel Zuspruch durch die gut 100 Besucher freuen. Unterstützung erhielten sie durch erfahrene Ton- und Musiktechniker.

Die Gäste wurden nicht nur durch das Stück gut unterhalten, sondern auch in der Pause von Familie Howell und Freunde mit Kuchen, Bockwurst und Getränken bei Laune gehalten.

Weitere Termine

Für die Schüler handelte es ich um Premiere und Generalprobe gleichermaßen, denn schon am Vormittag spielten sie „Die Rote Zora“ noch einmal – vor ihren Schulkameraden aus Jahrgängen 4, 6 und 7.

Die Freunde der Schultheater-AG der Zinzendorfschule können sich bereits weitere Termine vormerken. Am 16. Juni gibt es um 19.30 Uhr die Premiere des Musicals „Halbstark“ der 10. Klassen des Gymnasiums und am 23. Juni ebenfalls um 19.30 Uhr das Stück „Grenzwert“ der Oberstufen-Theater-AG, mit dem letztere sich an einem Theater-Festival in Oldenburg beteiligen wird.

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