Stollhamm Dem Bürgerverein Stollhamm ist es bei seiner Jahreshauptversammlung nicht gelungen, drei freie Vorstandsposten zu besetzen. Dass viele andere Vereine die gleichen Probleme haben, ist für den Vorsitzenden Rainer Meyer und seine Mitstreiter nur ein schwacher Trost. Und dass in Stollhamm traditionellen Veranstaltungen das Ende droht, wenn nicht wieder mehr Besucher kommen, trug ebenfalls nicht zur Besserung der Stimmung bei.

372 Mitglieder umfasst der Bürgerverein. Dass die Mitgliederzahl damit leicht gesunken ist, bereitet Rainer Meyer keine allzu großen Sorgen – zumal es auch Neuzugänge zu begrüßen gab. Trotz dieser großen Mitgliederschar fand sich indes niemand, der bereit gewesen wäre, einen der drei Posten im erweiterten Vorstand zu übernehmen.

Der Vorstand des Bürgervereins setzt sich zusammen aus den Vorsitzenden Dörte Modro und Rainer Meyer, Kassenwartin Martina Geberzahn, Schriftführerin Kathrin Krutzsch sowie Mark van Büren, Sabine Rohde und Vanessa Ulken als Mitglieder des erweiterten Vorstands und dem für die Theaterfahrten zuständigen Hartmut Kühne.

Letzterer kann stabile Zahlen vorweisen: Zehn Theaterfahrten hatte der Bürgerverein angeboten – 800 Karten wurden verkauft. Das entspricht laut Hartmut Kühne dem Level des Vorjahres; viel mehr ginge auch nicht, weil der Aufwand ansonsten zu groß würde. Dass der Bürgerverein wieder selbst Theater spielt, nachdem der Saal des Huus an’n Siel nun wieder zur Verfügung steht, ist nicht ausgeschlossen. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht, sagt Rainer Meyer.

Durchwachsen fällt die Bilanz von den Veranstaltungen des vergangenen Jahres aus. „Kunst und Musik im Park“ hatte der Bürgerverein 2017 erstmals durch ein kleineres Weinfest ersetzt, weil die Besucherzahlen den Aufwand nicht mehr gerechtfertigt hatten. Die Rechnung ging auf: Immerhin 80 Gäste feierten im Fetzelt des Bürgervereins.

Mau hingegen war die Beteiligung am Weihnachtsausflug. Im Bus blieben etliche Plätze leer. „Dass muss wieder mehr werden“, sagt Rainer Meyer, „sonst kippt die Stimmung.“

Während das Osterfeuer und die Ferienpassveranstaltung erfolgreich verliefen, ist das Maibaumsetzen in Stollhamm zum Sorgenkind geworden. Zwar ist das keine Veranstaltung des Bürgervereins, sondern der Freiwilligen Feuerwehr. Rainer Meyer und sein Team haben aber ebenfalls großes Interesse daran, dass die alte Tradition nicht abreißt. Genau diese Gefahr drohe jedoch, so der Vorsitzende des Bürgervereins, weil die Ortswehr angesichts sinkender Besucherzahlen nicht mehr in der Lage sei, die Kosten alleine zu decken.

Nun haben laut Rainer Meyer alle Vereine des Dorfs beschlossen, sich zu gleichen Anteilen an den Kosten zu beteiligen. Gleichwohl besteht auch beim Maibaumsetzen die Hoffnung, dass in Zukunft wieder mehr Besucher begrüßt werden können.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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