Tossens Zwei Wochen lang hätten die rund 30 Kinder ungeduldig auf den Tag gewartet, an dem der Technische Überwachungsverein (TÜV) das bereits aufgebaute neue Prachtstück endlich zur Nutzung freigab, berichtete Alexandra Antons. Sie ist Leiterin des Kindergartens der evangelischen Kirchengemeinde Tossens, dessen Attraktion für die Kinder ein neues Kombinationsspielgerät ist.

Rund 10 000 Euro hat die Gemeinde Butjadingen nach Auskunft des für die Kindergärten zuständigen stellvertretenden Leiters des Amtes für Verwaltung und Finanzen, Joachim Wulf, in das einem sieben Meter langen Schiff ähnelnden Kombinationsspielgerät investiert.

Unter anderem mit einem 3 Meter hohen Spielturm, Sandaufzug, Sprossenleiter, Rampe und Netz als Aufgänge, Freeclimbing-Wand, Sandspielbereich, Unterschlüpfen und Rutsche biete das neue Gerät vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten auch für die unter 3 Jahre alten Kinder, erläuterte Wulf.

Das Gerät wurde nach den Vorgaben des Kindergartenpersonals und der Gemeinde von einem Hersteller in Hude konzipiert. An der Ausschreibung hatten sich acht Firmen beteiligt. Zwei Angebote waren in die engere Wahl gekommen.

Das „Spielschiff“ aus hartem und wetterfestem Holz ersetzt ein 20 Jahre altes Spielgerät, das in die Jahre gekommen war und nicht mehr den geforderten Sicherheitsstandards entsprach. Das hatte Gemeindebediensteter Bodo Bornschier festgestellt, der mit entsprechender Ausbildung jährlich alle Spielgeräte in den Gemeindeeinrichtungen überprüft.

Ähnliche Kombinationsspielgeräte werden in den nächsten Jahren auch die Grundschule Butjadingen in Burhave und der Kindergarten in Stollhamm erhalten, kündigte Joachim Wulf an. Auch dort haben die Überprüfungen der jetzigen Geräte die Notwendigkeit eines baldigen Austausches ergeben. Eine Sicherheitsgefährdung liege aber in beiden Fällen noch nicht vor, so Joachim Wulf.

freie Kindergarten- und Krippenplätze

Der demografische Wandel mit den in Butjadingen stetig gesunkenen Geburtenzahlen hat die Gemeinde in die Lage versetzt, den ab 1. August geltenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder von 0 bis 3 Jahren ohne den Bau oder die Einrichtung einer Krippe zu erfüllen. Die Krippenplätze wurden in den nicht mehr ausgelasteten Kindergärten geschaffen.

30 Krippenplätze soll die Gemeinde Butjadingen verhalten. Dies entspricht einer Quote von 35 Prozent der 86 Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren (Stichtag 31. Dezember 2012), die das Land und die Kommunen als Ausbauziel vereinbart haben. Butjadingen kann sogar 38 der betroffenen Kinder (44,7 Prozent) einen Krippenplatz anbieten. Derzeit sind aber nur 19 Krippenplätze besetzt.

Die Situation in den vier von der jeweiligen evangelischen Kirchengemeinde betriebenen Butjadinger Kindertagesstätten ist jedoch recht unterschiedlich. Im Burhave sind die Kapazitäten (50 Plätze) mit 40 Kindern, davon 10 unter 3 Jahre, ausgeschöpft, da die Krippenkinder (0 bis 3 Jahre) doppelt zählen. Fast ausgebucht ist auch der Kindergarten in Waddens (25 Plätze) mit 19 Kindern (davon zwei Krippenkinder). Noch freie Kapazitäten haben die Kindergärten in Tossens (43 Plätze/31 Kinder/davon 4 Krippenkinder) und insbesondere in Stollhamm (50/18/3).

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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