Burhave Bis zum Schluss war es ein großes Geheimnis. Wer die „Goldene Krabbe“, den Kunst- und Kulturpreis der Gemeinde Butjadingen, in diesem Jahr verliehen bekommt, war nur wenigen Eingeweihten bekannt. Letztlich wurde ein in der Bevölkerung sehr gut bekannter Bürger ausgewählt, der sich durch jahrzehntelanges Engagement in vielen verschiedenen Bereichen um die Gesellschaft verdient gemacht hat. Die sechste „Goldene Krabbe“ hat am Freitagabend anlässlich der Eröffnung der Butjadinger Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“ Bürgermeister Rolf Blumenberg dem Stollhammer Hans-Rudolf Mengers verliehen.

Gestiftet wurde der Preis wie in den Vorjahren von Hergen Auffarth und seiner Familie aus Ruhwarden.

Seit mehr als 40 Jahren habe sich Hans-Rudolf Mengers ehrenamtlich engagiert und seit 30 Jahren das kulturelle Leben in der nördlichen Wesermarsch gefördert, lobte Rolf Blumenberg in seiner Laudatio.

Die Liste der ehrenamtlichen Arbeiten, die er anschließend verlas, ist sehr lang und zeigt das umfangreiche Wirken des Preisträgers im sozialen und kulturellen Bereich. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer an Volks-, Grund- und Hauptschulen in Nordenham, Stollhamm und Tossens war Mengers 22 Jahre Bezirksvorsteher, 25 Jahre Vorstandsmitglied des Bürgervereins Stollhamm, 30 Jahre in Gremien der Kirchengemeinde Stollhamm, 24 Jahre ehrenamtlicher Richter in Oldenburg und Nordenham, 20 Jahre beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und 12 Jahre Ratsmitglied in den Gemeinden Stollhamm und Butjadingen.

Herausragende Verdienste habe sich der heute 66-Jährige als Vorstandsmitglied des Rüstringer Heimatbundes erworben. Seit 15 Jahren ist er Vorsitzender. Er habe die vielfältigen Aktivitäten des Heimatbundes mit seinen über 1000 Mitgliedern begleitet, weiterentwickelt, seine Mitstreiter motiviert und die Öffentlichkeitsarbeit maßgeblich gestaltet, so dass der Bund weit über die Wesermarsch hinaus großes Ansehen genieße. „Hans-Rudolf Mengers ist das Gesicht des Heimatbundes und sein großes Ansehen ist eben vor allem Mengers Verdienst“, sagte Rolf Blumenberg.

Er habe für sein Engagement schon von anderer Seite Ehrungen erfahren, so etwa von der Oldenburgischen Landschaft, vom Landkreis Wesermarsch, vom Land Niedersachsen und sogar vom Bundespräsidenten, der ihm das Bundesverdienstkreuz 2013 verliehen hat. Der Preisträger habe sich um das Gemeinwesen verdient gemacht und das kulturelle Leben über mehr als 30 Jahre mitgestaltet.

„Die Goldene Krabbe für einen Mann, der es versteht, Menschen zu motivieren und historische Zusammenhänge sichtbar zu machen – Du büst een Wiespahl in Butjarland und daröwer wech“, schloss Rolf Blumenberg seine Laudatio auf Plattdeutsch.

„Mein Engagement geht weiter, wohl wissend, dass dem emsigen Treiben auch vitale Grenzen gesetzt sind“, sagte Mengers anschließend und bedankte sich für die Auszeichnung, die ihn überrascht habe. Er sehe sich noch nicht in der Reihe derer, die für ihr Lebenswerk geehrt werden.

Auch die Vorsitzende des Gezeiten-Arbeitskreises, Renate Knauel, sprach von einer verdienten Ehrung.

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