Butjadingen Die Verträge sind unterschrieben: Die Trägerschaft der vier Butjadinger Kindertagesstätten Burhave, Tossens, Stollhamm und Waddens bleibt bei der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde. Obwohl damit auch einige zuletzt strittige Fragen beantwortet sind, müssen in den nächsten Monaten einige offene, von der weiteren Entwicklung abhängige Probleme geklärt werden. Das machten die Vertreter der Gemeinde Butjadingen und der Kirchengemeinde bei der Vertragsunterzeichnung am Freitagmorgen im Burhaver Rathaus deutlich.

„Wir haben lange und teilweise auch konträr diskutiert, letztlich aber eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden, die sowohl die finanziellen Vorstellungen der Landeskirche als auch den Wunsch der Gemeinde Butjadingen nach mehr Mitspracherecht erfüllt“, berichtete Bürgermeisterin Ina Korter. So könne jetzt auch die konstruktive Arbeit im Butjadinger Kindergartenkuratorium fortgesetzt werden.

Unterzeichnet wurden die neuen ab Jahresbeginn geltenden Verträge von Ina Korter für die Gemeinde, von den Kirchenältesten Dieter Kuhlmann (Burhave), Hubert Helms (Waddens), Aenne Speetzen (Stollhamm), Anke Hessenius, Elfriede Siemer (beide Tossens) sowie den Pastoren Klaus Braje (Burhave) und Joachim Tönjes (Stollhamm). Yvonne Renk vom Zentralen Dienst des Kirchenkreises wird sie dem Oberkirchenrat zur Unterzeichnung und Versiegelung vorlegen.

Ein auch auf die Butjadinger Kindertagesstätten zukommendes Problem sei die Suche nach Fachpersonal bei einem weiter wachsenden Bedarf an Plätzen in den Einrichtungen, erläuterte Ina Korter. Derzeit sei aber noch unklar, wie groß der Bedarf sein wird. Die Regierungskoalition habe zwar eine Beitragsfreiheit für die Kindertagesstätten vereinbart, jedoch sei bislang unklar, ob das auch für Horte und Krippen sowie für alle Kindergärten gilt. Diese Entscheidung werde sich sicherlich auf die Zahl der Kinder auswirken, die die Einrichtungen besuchen.

Pastor Klaus Braje wies auf die nach den Sommerferien geltende Neuregelung hin, mit der die Sprachförderung von der Grundschule in den Kindergarten verlagert wird. Darauf seien die Kindertagesstätten aber gar nicht vorbereitet, weil das Personal dafür nicht geschult sei. Gerade für kleinere Einrichtungen sei es schwierig, Personal für eine Schulung abzustellen.

Mit diesen und weiteren Themen, zu denen auch die Flexibilisierung der Einschulung gehört, die die Planung sowohl in den Schulen als auch in der Kindergärten erschwere, wird sich das Butjadinger Kindergartenkuratorium in seiner Sitzung am 16. April beschäftigen, kündigte der für die Kindertagesstätten zuständige Hauptamtsleiter Joachim Wulf an.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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