Nordkreis Keine Zeit, um am Tag der Bundestagswahl die Stimme im Wahllokal abzugeben? Kein Problem: Auf der Wahlbenachrichtigungskarte, die in diesen Tagen den Wählern zugegangen ist, können Briefwahlunterlagen beantragt werden. In den Rathäusern des Nordkreises haben die Gemeinden aber auch Wahlbüros eröffnet, in denen die Wahlberechtigten bereits jetzt ihre Stimmen abgeben können.

15 829 Wahlberechtigte

Im Rathaus der Stadt Friesoythe ist ein Briefwahlbüro eingerichtet worden, das bereits gut in Anspruch genommen wird, sagt Fachbereichsleiter Walter Beckmann. Rund 450 Briefwähler haben bereits ihre Stimme abgegeben, informiert Wahl-Sachbearbeiter Hermann Rolf-Wittlake. Im Briefwahlbüro können die laut Stadtverwaltung aktuell 15 829 Wahlberechtigten in der Stadt zu den Öffnungszeiten des Rathauses wählen. Die Anzahl der Briefwähler habe in den vergangenen Jahren zugenommen, so Beckmann weiter. Das liege daran, dass der Wähler heute per Brief seine Stimmen abgeben könne, ohne eine Begründung dafür abzugeben.

Wer per Briefwahl abstimmen möchte, sollte idealerweise seine Wahlbenachrichtigung dabei haben – es geht aber auch ohne. Wichtig ist aber der Personalausweis.

Der erste Briefwahlantrag ist bei der Stadtverwaltung in Friesoythe bereits am 15. Mai eingegangen – von einer Familie aus El Paso in den USA. Rolf-Wittlake: „Wir versenden Unterlagen in die ganze Welt: von Mexiko über China bis nach Kanada.“ Er weist darauf hin, dass die Briefwahlunterlagen auch online über die Homepage der Stadt geordert werden können im Bereich Verwaltung/Politik/Wahlen.

In der Stadtverwaltung werden die Briefe mit den Wahlunterlagen an die Wähler vor dem Versenden sogar gewogen: „Exakt 29 Gramm“ muss der Brief wiegen, so Rolf-Wittlake, nicht mehr und nicht weniger, andernfalls wird er wieder geöffnet. So soll sichergestellt werden, dass nicht versehentlich zwei Stimmzettel verschickt werden.

Mit rund 450 ist das Briefwahlaufkommen in der Gemeinde Barßel – derzeit 9730 Wahlberechtigte – sehr gut angelaufen – sowohl bei den Postzusendungen, als auch bei den Wählern, die direkt im Rathaus ihre Stimmen abgeben, sagte ein Wahlsachbearbeiter. Die Briefwahlunterlagen werden im Meldeamt der Gemeinde ausgeben.

Der Wähler erhält einen Wahlschein, den er persönlich unterschreiben muss, um zu beglaubigen, dass er selbst gewählt hat. Der Wahlschein geht in den roten Umschlag. In der Wahlkabine kann der Wähler seine beiden Stimmen abgeben. Der Stimmzettel geht in den blauen Umschlag, der zugeklebt werden muss und anschließend wiederum in den roten Umschlag gesteckt wird. Beim Kreiswahlleiter werden beide Umschläge getrennt. So wird gewährleistet, dass die Wahl geheim abläuft.

Schon 357 Unterlagen

In der Gemeinde Bösel haben von den 5578 Wahlberechtigten bereits 170 ihre Stimmen abgegeben, informierte Wahlsachbearbeiterin Annegret Strutz. Im Rathaus sei eine Wahlkabine im Meldeamt aufgestellt worden. Dort könne jeder schon vor dem 22. September seine Kreuze setzen, so Strutz.

Bereits 357 Briefwahl-Unterlagen sind bei der Gemeinde Saterland eingegangen, sagt Sachbearbeiterin Irene Nürnberg – „sehr viel im Vergleich zur letzten Bundestagswahl“. Teilweise herrsche seit dem 27. August, als das Wahlbüro eingerichtet worden war, reger Andrang im Rathaus. Die meisten würden ihre Unterlagen aber mit nach Hause nehmen und sie dort in Ruhe ausfüllen.


Mehr Infos unter   www.nwzonline.de/bundestagswahl 
Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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