Bremerhaven Heute wird es spannend am Museumshafen. „Die Experten wollen gegen 14 Uhr die Pumpen einschalten. Dann wird sich zeigen, wie das Schiff reagiert“, erklärte am Freitagmittag eine Sprecherin des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Eigner der auf den Hafengrund abgesackten „Seute Deern“. Wie berichtet, wollen die Fachleute erreichen, dass das Bremerhavener Wahrzeichen langsam wieder auftaucht und dabei seine alte Stabilität wiedererlangt.

Weil der ehemalige Frachtsegler als sehr marode gilt, mussten Taucher in den letzten Tagen dicke „Haltegurte“ unter dem Schiff anbringen. Doch das war leichter gesagt als getan. Bei Versuchen, eine Öffnung unter dem 100 Jahre alten Rumpf frei zu spülen, um mit den „Gurten“ auf die andere Seite der „Seute Deern“ zu gelangen, stießen die Taucher immer wieder auf massive Hindernisse.

Schnell stellte sich heraus, was da genau im Weg lag: Die mehr als 150 Jahre alte Kajenmauer des Alten Hafens. Offenbar liegt die Bark auf mehreren uralten Eichenpfählen. Aber dieses Problem haben die Taucher inzwischen ebenfalls im Griff.

Der Alte Hafen, der Mitte der 1970er Jahre für die Museumsflotte neu zugeschnitten wurde, hat mit den ursprünglichen Abmessungen des früheren Hafenbeckens nichts mehr zu tun. Dort, wo früher Wasser war, steht heute das Columbus-Center.

Während der Hebeversuche bleibt der Bereich rund um die „Seute Deern“ abgesperrt. Sollten unerwartet Schwierigkeiten auftreten und sich das Schiff weiter zur Seite neigen, könnte es sonst zu gefährlich werden.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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