Bremerhaven Ja, auch in Bremerhaven gibt es sie. Jene Menschen, die die Corona-Krise für halb so schlimm halten, für sich selbst aber keinerlei Ansteckungsrisiko sehen und sich deswegen auch an keine Auflagen der Behörden halten. Aber offenbar sind es nur wenige, gegen die die Ordnungsbehörden vorgehen müssen. Wer erwischt wird, muss sich auf „saftige“ Geldstrafen einstellen. Politiker warnen: Wer die Schutzbestimmungen ignoriert, begeht keinen Kavaliersdelikt.

In der Seestadt registrierte die Polizei bislang nur eine überschaubare Menge von Vorfällen, die als „nicht in Ordnung“ eingestuft und geahndet wurden. Da ist der Gastwirt, der von nichts gewusst haben will und trotz aller Verbote öffnete. Da sind die Gäste, die davon ebenfalls noch nichts gehört haben wollten. Und dann war da noch der junge Mann, der im Internet allen Ernstes zu einer privaten Party einlud: Wer Lust hat, kann kommen.

Das alles und noch einiges mehr haben die Ordnungskräfte gestoppt oder beendet. Die meisten Bürgerinnen und Bürger Bremerhavens halten sich jedoch an die Bestimmungen. Viele sind davon überzeugt, dass man der Pandemie nur so Herr werden kann und finden es gut, wenn Verstöße geahndet werden.

Die Polizei setzt derweil ihre Kontrollen tagsüber und in der Nacht fort. Bei einem Blick in die Fußgängerzone könnte man meinen, viel zu tun sei da nicht für die Beamten in Uniform. Fast alle Läden dicht, kaum eine Menschenseele auf der Straße. Selbst die Möwen vor der McDonald’s Filiale warten vergeblich darauf, schnelle Beute zu machen, denn der Weg zu den Hamburgern ist versperrt.

Geöffnet ist auf dem Platz vor der Großen Kirche nach wie vor der kleine Wochenmarkt. Die Händler bieten täglich Obst, Fleisch und weitere Lebensmittel an. Erst nach Ostern will die Werbegemeinschaft City Skipper entscheiden, ob die Buden und Stände weiterhin aufmachen sollen. Rotweiße Flatterbänder zeigen den Kunden ganz genau: Hier bitte Abstand halten.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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