Bremerhaven Auf den Übersichtskarten des Internetdienstleisters Marine Traffic ist der Schwimmkran „BHV Athlet“ nur ein kleiner Punkt. Wenn das Schwergewicht aus Bremerhaven auf der Weser in Richtung Blumenthal unterwegs ist, werden „Schiffe-Gucker“ aufmerksam, denn auf dem Rückweg in die Seestadt hat der „Athlet“ meist seltene Fracht an Bord. Wenn er damit den Fischereihafen erreicht, wird es spannend.

Keinerlei Antworten

Neugierige, die bei den Firmen nachfragen, was der Kran denn da abliefern soll, erhalten in aller Regel höchst einsilbige oder meist gar keine Antworten. Dabei weiß im Hafen seit Monaten jeder ganz genau, was geschieht. Der „Athlet“ liefert Bauteile für Fregatten der ägyptischen Marine ab. Sie werden, wie berichtet, in Bremerhaven zusammengesetzt.

Irgendwann werden sich die großen Werktore der beiden Hallen am Labradorkai öffnen. Spätestens dann dürften die Kriegsschiffe „öffentlich“ sein. Wie das logistisch geplant ist? Wo sie zu Wasser gelassen werden? Das sind nur zwei von vielen Fragen, die alle eine Gemeinsamkeit haben: Sie werden nicht beantwortet, denn das ist alles nach wie vor geheim.

Geheimhaltung

Gerade der Bau von Kriegsgerät unterliegt weltweit höchster Vertraulichkeit. Den Firmen, die an der Herstellung beteiligt sind, drohen bei Verstößen höchste Vertragsstrafen. Und das will auch in Bremerhaven niemand ernsthaft riskieren.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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