Bremerhaven Während ihrer Non-Stop-Reise vom Amazonas bis nach Bremerhaven haben es sich die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes MS „Amera“ drei Wochen gut gehen lassen. Doch die weltweite Diskussion um die Coronakrise ging auch an dem Schiff des Bonner Reiseveranstalters Phoenix nicht spurlos vorüber. Das sollte an Bord ungeahnte Konsequenzen haben. Kreuzfahrtgäste taten sich zusammen und entwickelten mit der Schiffsleitung gemeinsam ein Hilfsprogramm der besonderen Art.

Dazu erklärte eine Phoenix-Sprecherin: „Auf Ansinnen der Gäste wurde nach Abstimmung mit der Schiffsleitung beim traditionellen Phoenix-Abschieds-Frühschoppen ein Spendenaufruf für den Crew Welfare Fond gestartet“. Und nicht nur das. Hinzu kam eine Auktion von Erinnerungsstücken an diese nicht alltägliche Kreuzfahrt, die wegen der Coronakrise einen ganz anderen Verlauf nehmen musste. Unter den Hammer kamen begehrte und beliebte Souvenirs wie die Mütze des Kapitäns, die letzte Taufflasche der „Amera“, ein unterschriebener Rettungsring und eine Seekarte.

Beim Kassensturz staunten am Ende Passagiere und Besatzung gleichermaßen, denn in der Kasse klingelten ganz genau 41 788,01 Euro – eine unerwartet hohe Summe. „Diese Geld wird nun an die Crew der „Almera“ ausgezahlt“, so die Phoenix-Sprecherin. Der Reiseveranstalter dankte den Gästen für deren großzügiges Engagement.

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Unterdessen bemühen sich Phoenix und die Reederei darum, dass die Crewmitglieder der „Amadea“, der „Amera“ und der „Albatros“ zu ihren Familien zurück können. Mit einem Condor-Charterflug traten bereits 200 Crewmitglieder die Heimreise nach Manila an. Weitere sollen folgen.

Die „Amadea“ liegt gegenwärtig, wie berichtet, bei der Lloyd Werft und wird dort „aufgehübscht“. Die „Amera“ und die „Albatros“ fuhren nach ihrer Ankunft weiter nach Emden. Dort geht es ebenfalls in eine Werft.

Auf dem Weg nach Bremerhaven ist auch das Kreuzfahrtschiff MS „Astor“. Wie viele andere Kreuzliner auch, musste die „Astor“ wegen der Coronakrise ihre Weltreise abbrechen. Nach Angaben des Veranstalters befinden sich gegenwärtig mehr als 370 Passagiere und knapp 280 Crew-Mitglieder an Bord. Für die Passagiere stehen nach ihrer für Ostersonntag erwarteten Ankunft in der Seestadt Busse bereit. Corona-Verdachtsfälle sollen nicht an Bord sein.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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