Bremerhaven Das Anliegen der Fachleute ist klar umschrieben: Sie unternehmen alles, damit die „Seute Deern“ an ihrem letzten Liegeplatz stabil bleibt. Zwei oben und unten aufgeschlitzte Container gingen am Donnerstag am Heck des maroden Holzrumpfes „baden“. Ein Kran ließ die „Blechkisten“ unter den Augen der Umweltbehörde vorsichtig ins Wasser. Das sah auf den ersten Blick nicht wirklich spektakulär aus, war aber Maßarbeit – so wie alles, was mit dem Verholen und dem kommenden Rückbau der „Seute Deern“ zu tun hat.

Viel Interessanter dagegen ist der Blick unter Deck, eine Möglichkeit, die der Öffentlichkeit aus Sicherheitsgründen verwehrt bleibt und in Coronazeiten ohnehin nicht möglich wäre. Im ehemaligen Frachtraum, in dem über Jahre eine über Bremerhaven hinaus bekannte Gastronomie ihren Platz fand, ist alles entkernt. Die dicken Planken, die an den Seiten freigelegt wurden, sind keineswegs die Außen- sondern die Innenverschalung.

Einige Schritte weiter, dort, wo die gläserne „Kapitänskajüte“ für einen kleinen Personenkreis war, liegt noch der große Tisch. Jemand hat ihn auf die Seite gekippt.

Im Heckbereich befand sich das Trauzimmer. Hier haben sich über die Jahre unzählige Paare das Ja-Wort gegeben. Von der gediegenen Inneneinrichtung zeugen bis heute eingebaute rote Sofamöbel und schöne Tische. Zu gebrauchen sind diese Einrichtungsgegenstände wegen ihres schlechten Zustandes aber nicht mehr.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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