Auto gerät unter Sattelzug – A28 in Richtung Bremen  gesperrt
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Unfall Bei Delmenhorst
Auto gerät unter Sattelzug – A28 in Richtung Bremen gesperrt

Bremerhaven Bremerhavens Wahrzeichen, die völlig marode „Seute Deern“, geht vermutlich im Januar kommenden Jahres auf ihre letzte Reise. Die führt allerdings nur über wenige Meter – vom jetzigen Liegeplatz vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum bis an die Baltimore-Pier am südlichsten Zipfel des Museumshafens. Hier warten dann Werftarbeiter auf das Schiff. Wie berichtet, wird die „Seute Deern“ zurückgebaut und in den nächsten Jahren durch einen Nachbau ersetzt.

Doch bis dahin ist noch ein langer Weg. Allein die kurze Entfernung bis zum endgültigen Liegeplatz stellen sich Fachleute nicht ganz einfach vor. Nicht Schlepper sollen den hölzernen Großsegler bewegen. „In Fahrt“ bringen will man ihn unter dem Einsatz von Winden. Viel mehr dürfte der durchlöcherte Rumpf wohl auch nicht aushalten.

Bevor sich die „Seute Deern“ demnächst also in Bewegung setzt, sind umfangreiche Vorkehrungen zu treffen, die bei der Hafengesellschaft Bremenports koordiniert werden. Um das Schiff ziehen zu können, muss vor allem mehr Wasser in den Alten Hafen. Auch ein Brückenlager soll verschwinden, damit der Segel-Oldie diese Stelle ungehindert passieren kann.

Während der ganzen Zeit arbeiten die Lenzpumpen, die das Schiff über Wasser halten, weiter auf Hochtouren. Liegt die „Seute Deern erstmal an ihrem neuen Platz, wollen die Experten mit einem kleinen Trick arbeiten: Sie bringen eine stabile Sandschicht seitlich und unterhalb des Schiffskörpers an. „Damit liegt die Bark sicher in einem Sandbett. Dann können auch die Pumpen abgeschaltet werden“, hieß es dazu am Freitag aus dem Deutschen Schifffahrtsmuseum, dem Eigner der „Seute Deern“.

Durch das Abschotten des Hafenbereichs werden die Vorgaben des Umwelt- und Gewässerschutzes berücksichtigt. Wie berichtet, trat vor einigen Wochen erst Treibstoff aus einer der Pumpen aus und verunreinigte das Wasser des Hafenbeckens.

Für den Wiederaufbau einer neuen „Seute Deern“ und die Sanierung des Museumshafens einschließlich der dort liegenden historischen Fahrzeuge erhält Bremerhaven Bundesmittel in Höhe von rund 47 Millionen Euro. Skeptiker bezweifeln, dass dieser Betrag am Ende reichen wird.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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