Bremerhaven Was in Bremerhaven von Beginn an klar war, setzte sich nach und nach auch in der Bremer Politik durch: Zur Aufwertung des touristischen Expansionsgebietes Schaufenster Fischereihafen muss ein Rundlauf durch das Areal her – in Form einer Brücke. Der Übergang vom Kohlenkai auf der linken Seite hinüber zum Fischkai auf der rechten Seite würde das dortige Hafenbecken überspannen.

Der Effekt einer solchen Konstruktion liegt auf der Hand: Die Besucher des Schaufensters könnten bei der „Gera“ starten. Vorbei ginge es am Best Western Hotel bis zum Brückenschlag. Auf der anderen Hafenseite beginnt der Rückweg in Richtung Fischbahnhof, der, wie berichtet, gerade umgebaut wird.

Repräsentanten der örtlichen Gewerbebetriebe favorisieren die Brücke ebenso wie maßgebliche Politiker. Bremens ehemaliger Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) zum Beispiel, ein Bremerhavener. Doch durchsetzen konnte sich der Senator bei den Kollegen nicht.

Zu den größten Befürwortern der Brückenlösung zählt ganz sicher auch Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD). „Wir brauchen diese Lösung, um das Schaufenster Fischereihafen touristisch weiterentwickeln zu können“, so Grantz. Am Ende passierte das, was so oft geschieht in der Politik: Schublade auf, Brückenpläne hinein, Schublade wieder zu – und schnell vergessen.

Dieses „Spiel“ will die FDP nicht länger mittragen. Ihr Bürgerschaftsabgeordneter Professor Hauke Hilz, ein Bremerhavener, hat den neuen Bremer Senat an gewisse Verabredungen erinnert. Die enthalten unter anderem die Abmachung, Millionenbeträge, die eigentlich für den vermutlich gescheiterten Offshore-Hafen vorgesehen waren, zur Ankurbelung von Wirtschaftsprojekten in Bremerhaven zu verwenden. Nun hofft Hilz, bei den Koalitionären von Rot-Grün-Rot das Brückenvorhaben in Erinnerung rufen zu können.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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