Bremerhaven Das Kreuzfahrtschiff MS „Albatros“, bislang für den Bonner Reiseanbieter Phoenix unterwegs, inzwischen aber nach Ägypten verkauft, hat möglicherweise sieben Besatzungsmitglieder an Bord, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnten. Vorigen Montag erst war die „Weiße Lady“ von Bremerhaven aus zu ihrer letzten großen Seereise ins Rote Meer aufgebrochen. Doch jetzt wurde die Überführungsfahrt gestoppt. Am Freitagnachmittag lag die „Albatros“ vor der französischen Stadt Le Havre auf Reede.

Auswirkungen könnten die möglichen Corona-Fälle an Bord der „Albatros“ zurück bis nach Bremerhaven haben. Kurz vor der Abreise aus der Seestadt nämlich sollen Crew-Mitglieder der „Artania“, die schon seit Monaten bei der Bremerhavener Lloyd Werft aufliegt, ihre Kollegen auf der „Albatros“ besucht haben.

So stellten die Behörden die „Artania“ am Freitagnachmittag offenbar für 14 Tage vorsorglich unter Quarantäne. Eine Bestätigung dafür war nicht zu erhalten.

Für die „Artania“ wäre es das zweite Mal, dass die Pandemie an Bord für ernste Probleme sorgt. Weil mehr als 20 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Corona erkrankten, brach die „Grand Lady“ im Frühjahr ihre Weltreise ab und legte in einem australischen Hafen an. Dort wurden die Patienten von Bord gebracht und in Kliniken behandelt. Die meisten anderen Fahrgäste traten die Rückflüge in ihre Heimatländer an.

Wie es mit der „Albatros“ weitergeht, müssen die nächsten Tage zeigen. Sie soll im Roten Meer als Hotelschiff eine neue Verwendung finden.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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