Bremerhaven Seit rund drei Jahren sind bei der Ortspolizeibehörde Bremerhaven Taser im Einsatz. Dieser Begriff steht für Distanz-Elektroimpulsgeräte. Sie verschießen Metallpfeile, die wiederum an Drähten hängen. Darüber kann der Beamte im Einsatzfall Stromstöße abgeben und so einen Gegner kurzzeitig außer Gefecht setzen.

Im Dienst, sagen Polizeibeamte, habe sich der Taser fraglos bewährt – auch wegen seiner abschreckenden Wirkung. Dass die Geräte aber auch dauerhaft zur Verfügung stehen werden, ist politisch noch nicht abgemacht, denn in Bremerhaven läuft das alles als Versuchsphase.

Damit muss nun Schluss sein – meint jedenfalls Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD). Er fordert von der Landesregierung eine entsprechende Entscheidung. Die im Probelauf gesammelten Informationen und Entscheidungen unterstreichen nach Ansicht des Oberbürgermeisters den Mehrwert des Gerätes im täglichen Einsatz.

Unterstützung findet Grantz bei Harry Götze, dem Direktor der Ortspolizeibehörde. „Die Auswertung der Einsätze belegt, dass das Distanz-Elektroimpulsgerät eine hohe abschreckende Wirkung hat, zur Deeskalation in zahlreichen Einsatzlagen führt und zu einer Minimierung der körperlichen Angriffe auf Einsatzkräfte beiträgt“, so Götze.

Bremerhavens CDU drängt die Landesregierung ebenfalls, aus dem Probelauf eine feste Ausrüstungsregelung zu machen. Die Blockadehaltung der Landesregierung, so Thorsten Raschen, sei unverständlich.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.