Bremen „Maria“, „Somewhere“, „I Feel Pretty“ – Songs, deren pure Nennung sofort Bilder wach werden lässt, Bilder aus dem Musical „West Side Story“, das demnächst im Musicaltheater am Richtweg zu sehen sein wird. In einer Tourneeproduktion, deren Reise um die Welt in Bremen beginnt.

Der Musical-Klassiker von Leonard Bernstein mit Gesangstexten von Stephen Sondheim und Choreographien von Jerome Robbins basiert auf dem Buch von Arthur Laurents. Die Geschichte wiederum basiert auf Shakespeares „Romeo und Julia“ und überträgt das tragische Geschehen ins Manhattan der 50er Jahre.

Dort bleibt es auch in der neuen Produktion – es kommt gewissermaßen „der Klassiker im Original“ auf die Bühne, so Produzent Martin Flohr (BB Promotion) beim Gespräch im „Alex“ auf dem Domshof. Original-Choreografien zur Original-Musik – dargeboten von US-Darstellern. „Die meisten sind sogar New Yorker“, so Flohr. 70 Leute gehören zur Produktion, 33 von ihnen wirken auf der Bühne.

„Die Ausbildung in den USA ist besser“, verweist Flohr auf die Qualität der amerikanischen Show-Tradition. „Die springen einen halben Meter höher. . .“ Zudem wirke das Bühnengeschehen mit Künstlern aus Amerika eben besonders authentisch. Joey McKneely, Regisseur der Produktion, kommt vom Broadway – und hat dort einst noch als Tänzer für Jerome Robbins gearbeitet. „West Side Story“ hat er nun schon mehrmals inszeniert und – sozusagen im Sinne des Erfinders – choreographiert.

Junge Leute sind es, die da auf der Bühne stehen. Durchschnittsalter 22, sagt Flohr. „Für die ist das der erste große Job.“ Die junge Besetzung passt zum Stück, dreht es sich doch um den (ethnischen) Konflikt zweier Jugendbanden. Hier wiederum sieht der Produzent durchaus Bezüge zur Gegenwart. Verschiedene Kulturen, Flüchtlinge, Integration sind die Stichworte. „Ein brandaktuelles Thema“, sagt Flohr.

Und darüber hinaus eben auch eine Liebesgeschichte. Die von Maria und Tony, deren Glück vor dem Hintergrund des Bandenkriegs zwischen den US-amerikanischen „Jets“ und den puerto-ricanischen „Sharks“ keine Erfüllung findet. Was bei Shakespeare noch die verfeindeten Familien waren, sind bei Bernstein & Co. die rivalisierenden Gangs unterschiedlicher ehtnischer Herkunft.

Für all das proben die Darsteller bereits im Studio. Was noch folgen wird, sind die Bühnenproben – jene Tage, an denen alles zusammengefügt wird. Und eben das geschieht in Bremen – zwei Wochen lang im November im Musicaltheater. Anschließend folgen die Premiere – Donnerstag, 17. November, 20 Uhr – und weitere Aufführungen bis einschließlich Sonntag, 20. November. Karten können im Internet bestellt werden.

Die nächsten Tour-Stationen im Anschluss sind dann Basel, Wien und Essen. Wie kommt es zum Tour-Auftakt in Bremen? Flohr beantwortet die Frage so: „Das Bremer Publikum ist herzlich und offen.“


  www.westsidestory.de 
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