BREMEN „Es gibt keine 100 Tage Schonfrist – 15 Monate vor der Bürgerschaftswahl.“ Das kündigte Thomas Röwekamp, Fraktionschef der oppositionellen CDU, am Mittwoch an. „Ein Senatsposten ist keine Azubistelle“, erklärte Röwekamp.

Der „Azubi“ ist der Bremerhavener SPD-Politiker Martin Günthner (34). Die CDU zweifelt offenkundig seine Qualifikation an – die Qualifikation für das Amt, das Günthner übernommen hat. Die Bürgerschaft wählte ihn am Mittwoch in den Senat, und dort bekam Günthner die Ressorts Wirtschaft, Häfen und Justiz – als Nachfolger von Ralf Nagel.

Nagel ging – nach Kritik an seiner Amtsführung – als Hauptgeschäftsführer zum Verband deutscher Reeder nach Hamburg. Vor diesem Hintergrund mutete es wie eine nachträgliche Ohrfeige für Nagel an, als SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe den Kandidaten Günthner mit den Worten anpries, dieser sei „kein Lobbyist“. „Er hat die Fähigkeit, Ergebnisse zu erzielen, und er hat Dialogbereitschaft.“ Er vertrete eine Generation, die „langfristig mit den Ergebnissen des heutigen Handelns konfrontiert sein wird“.

Auch Matthias Güldner, Fraktionschef des grünen SPD-Koalitionspartners, wies die scharfe CDU-Vorabkritik zurück. Ohnehin habe die Union mit Peter Gloystein „den schlechtesten Senator Bremens überhaupt“ gestellt.

Der Fraktionsvorsitzende der oppositionellen FDP, Uwe Woltemath, zweifelte dagegen wie die CDU die fachlichen Qualifikationen Günthners an.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.