Bremen Der Asphalt flirrt, die Sonne drückt, und jeder Muskel brennt – beim 4. Gewoba-„City-Triathlon“ sind am Sonntag rund 800 Amateur- und Profisportler an den Start gegangen. Während viele andere Menschen an diesem sonnigen Sonntag einen gemütlichen Zoobesuch favorisierten oder ins kühle Nass sprangen, kämpften die Athleten um jede Sekunde.

Die Startpistole knallt, das Wasser im Europahafen kühlt mit 21 Grad wahrscheinlich nur für den ersten Moment. Es bleibt die erste und vorerst letzte Abkühlung an diesem Tag. Ab jetzt gilt es, in drei verschiedenen Disziplinen und Startergruppen alles zu geben. Verlieren einige schon nach den ersten Metern ihre Kontrahenten aus dem Blick, kämpfen viele der Frauen und Männer bis zuletzt auf Augenhöhe um den Sieg.

Alle schwitzen, auch die Zuschauer, die sich in großen Gruppen rund um den Europahafen und an der Schlachte zusammengefunden haben. Wie ein riesiger Talkessel speichert das Gelände die Wärme. Doch aufzugeben, das kommt für niemanden infrage. Während sich die pitschnassen Sportler nach der Schwimmstrecke ihrer Neoprenanzüge entledigen, reiben sich die mehreren tausend Zuschauer ordentlich mit Sonnencreme ein – die Hitze ist unerbittlich.

Geht es bei den Profis um jede kleine Nuance, lassen es die Amateure beim „Volkstriathlon“ ruhiger angehen.

Für Matthias (34) aus Bremen ist es „einfach nur geil, den inneren Schweinehund zu besiegen“. Dann springt auch er ins Wasser und geht auf die 500 Meter lange Schwimmstrecke – gefolgt von 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen. Zum Sieg reicht es nicht, den sichert sich bei den Männern Timo Kuhlmann, die beste Frau ist Kyra Frenz.

Doch darum geht es nicht immer. „Das Beste ist der Adrenalinstoß! Wenn Dich die Leute anfeuern, kriegst Du Gänsehaut“, meint Sandra aus Bremen.

Bei den Cracks im „Olympic Triathlon“ ist es anders, da geht’s ums gewinnen. Zunächst gilt es für das Starterfeld, eine Strecke von 1,5 Kilometern zu schwimmen, im Anschluss schwingen sich die Athleten auf ihre Fahrräder und müssen eine Strecke von 40 Kilometern absolvieren.

Zu guter Letzt werden zehn Kilometer laufend bewältigt. Mit einer Zeit von knapp mehr als zwei Stunden setzt sich Carsten Niederberger durch. Mit den Kräften am Ende, dafür überglücklich, sagt er: „Die Strecke an der Schlachte war hart – da steht die Luft. Aber es hat ja geklappt.“

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