BREMEN Samba tanzen, Satire hören, alle Sinne anregen lassen: Die Bremer konnten am Sonnabendabend ihre Kirchen von einer ungewöhnlichen Seite kennenlernen. 44 Gemeinden – evangelische, katholische und freikirchliche – hatten von 18 Uhr bis Mitternacht zur zweiten Bremer „Nacht der Kirchen“ geöffnet.

Rund 14 000 Gäste ließen sich nach Angaben der Organisatoren von einem diesmal besonders abwechslungsreichen Programm anlocken. „Das war ein voller Erfolg“, bilanzierte am Ende Kirchensprecherin und Mitorganisatorin Sabine Hatscher.

Ratskirche als Renner

Vor zwei Jahren waren es noch rund 13 000 Besucher. Zu den Publikumsmagneten gehörte diesmal die alte Ratskirche „Unser Lieben Frauen“ mitten in der Stadt. Dort stellten prominente Bremer biblische Liebesgedichte und „Sätze, die ankommen“ vor. „Ich fand die nachdenklichen Texte zu Krieg und Frieden von Marieluise Beck und Hans Koschnick besonders bewegend“, sagte der theologische Repräsentant der Bremischen Evangelischen Kirche, Renke Brahms.

Wie Tausende von Gästen hatte er eine Tour durch mehrere Kirchen angetreten. „Das war ein buntes und vielfältiges Programm in schöner Atmosphäre, nachdenklich, humorvoll, kreativ“, lautete das Fazit des leitenden Theologen und Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sein Schluss: „Die ,Nacht der Kirchen‘ lädt zum Wandern ein.“

Viele Ehrenamtliche

Hunderte von ehrenamtlichen Helfern hatten das möglich gemacht und ein Programm mit knapp 250 Einzelveranstaltungen aufgestellt. Besonders viel Zuspruch erfuhr auch der St.-Petri-Dom. Dort konnten Gäste umgeben von einer beeindruckenden gregorianischen Klangkulisse im „Skriptorum“ mit Tinte und Feder auf Pergament ihren persönlichen Psalm gestalten. Satirebegeisterte Nachtschwärmer verfolgten „Die drei von der Kanzel“, ein Programm der prominenten Bremer Autoren Osman Engin, Winfried Hammelmann und David Safier in der St.-Remberti-Kirche. Eine „musikulinarische Nacht“ wedraußen in Alt-Aumund zog ebenfalls viele Interessierte an – genauso wie das Musik- und Kunstprogramm mit Stadtteilkünstlern in der Waller Wilhadi-Kirche.

„Ob Telefonseelsorge, Kinokirche, Kleinkunst oder Samba – das Programm bot einen weiten Spannungsbogen“, freute sich Kirchensprecherin Sabine Hatscher.

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