Bremen Die Preise für Wohnungen und Häuser in Bremen werden weiter steigen. Das hat die Landesbausparkasse (LBS) West ermitteln lassen. Moment. LBS West? Ach ja, die Bremer LBS und die LBS West (Münster) haben fusioniert. An den Beratungen und dem Vor-Ort-Geschäft soll sich nichts ändern, heißt es.

Am Bremer Wohnungsmarkt ist Kaufen derzeit günstiger als Mieten. Das bestätigte die LBS West am Mittwoch bei ihrer Pressekonferenz anlässlich der Fusion mit der LBS Landesbausparkasse Bremen. Durch die weiterhin geringe Neubautätigkeit und die steigende Nachfrage nach Wohneigentum rechnen die LBS-Experten jedoch mit Preissteigerungen.

Laut einer Empirica-Studie im Auftrag der LBS West liegt der mittlere Standardpreis für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser in Bremen derzeit bei knapp 200 000 Euro. „Mittlerer Standardpreis“ bedeutet: die Hälfte aller Kaufpreisangebote sind höher, die Hälfte niedriger als dieser Wert. Im teuersten Stadtteil Schwachhausen wird demzufolge die Hälfte aller inserierten Häuser für knapp 600 000 Euro angeboten. Standardpreise von mehr als 300 000 Euro findet man in den Stadtteilen Oberneuland, Borgfeld und Östliche Vorstadt. Die niedrigsten Immobilienpreise werden in Gröpelingen angesetzt. Der aktuelle Standardpreis von Einfamilienhäusern (240 000 Euro) liegt über dem für Zweifamilienhäuser (210 000 Euro). Es folgen Doppelhaushälften (179 000 Euro) und Reihenhäuser (149 000 Euro).

Gebrauchte Eigentumswohnungen sind demnach ebenfalls in den Stadtteilen Schwachhausen und Oberneuland am teuersten. Auch im Stadtteil Mitte liegt der entsprechende Kaufpreis bei über 2000 Euro für den Quadratmeter. Preise von unter 1000 Euro findet man dagegen nur in den Stadtteilen Blumenthal, Gröpelingen und Huchting. Der Standardpreis für gebrauchte Eigentumswohnungen liegt aktuell bei knapp 1300 Euro pro Quadratmeter.

„Aktuell ist es in der Stadt Bremen vorteilhafter, eine Wohnung zu kaufen anstatt zu mieten“, sagte am Mittwoch Jörg Münning, Vorstandsmitglied der LBS West. Für eine 75 Quadratmeter große Eigentumswohnung in Bremen betrage die monatliche Standardmiete derzeit etwa 510 Euro. Die monatlichen Finanzierungskosten liegen nach LBS-Berechnungen knapp 190 Euro darunter.

Die LBS-Experten rechnen für dieses Jahr in Bremen mit Kaufpreissteigerungen in allen Segmenten: Bei Baugrundstücken mit rund 14 Prozent, bei neuen Reihenhäusern mit zehn Prozent, bei neuen Eigentumswohnungen mit 16 Prozent. Für gebrauchte Eigenheime wird ein Plus von rund vier Prozent erwartet, für gebrauchte Reihenhäuser von sechs Prozent. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen erwarten die LBS-Experten einen Anstieg von 14 Prozent.

Der (rückwirkende) Zusammenschluss zum 1. Januar dieses Jahres soll keine negativen Auswirkungen für den Standort Bremen haben. „Die Synergien gehen nicht zu Lasten der Mitarbeiter“, sagte LBS-West-Vorstandschef Dr. Gerhard Schlangen. Sondern vorzugsweise im Stabsbereich, bei der Steuerung, hieß es.

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