Bremen Bremen soll wachsen. Mehr Einwohner, mehr Steuereinnahmen. Und mehr Wohnraum. Am Mittwoch hat der Senat mit der Verabschiedung des Bebauungsplans 2452 die nächsten Weichen für ein „bedeutendes Quartier“ gestellt, sagt Bausenator Joachim Lohse (Grüne). Bremen baut eine neue Gartenstadt. Am Werdersee. Ein Neubaugebiet mit 590 Wohneinheiten. Investitionsvolumen: 200 Millionen Euro.

Knapp vier Jahre hat es vom Planaufstellungsbeschluss für das 16 Hektar große Areal zwischen Friedhof Huckelriede, Habenhauser Landstraße, Werdersee und Fellendsweg bis zur Aufstellung des Bebauungsplans gedauert. Dem hat die Deputation bereits zugestimmt. Jetzt fehlt nur noch der Segen der Stadtbürgerschaft. „Das ist Formsache“, sagt Lohse.

Es war ein kompliziertes Prozedere. Ein Balanceakt mit Grundstückskauf und Flächentausch, viel Gesprächsbedarf mit Anwohnern und Stadtteilbeirat. Doch jetzt steht das Gerüst. Und zur Absicherung des Projekts haben die Stadt Bremen, die Wohnungsbaugesellschaft Gewoba und die Projektgesellschaft Gartenstadt Werdersee (PGW) einen städtebaulichen Vertrag unterzeichnet. Rund 30 Prozent der geplanten Einheiten sind für den sozial geförderten Wohnungsbau reserviert, sagt Lohse.

Von den 590 geplanten Wohneinheiten sollen 280 als Einfamilienhäuser und 310 im Geschosswohnungsbau entstehen. 230 davon nimmt die Gewoba in ihren Bestand und damit unter ihre Verwaltung. Das Investitionsvolumen beziffert Manfred Corbach, Leiter der Immobilienwirtschaft bei der Wohnungsbaugesellschaft, auf 67 Millionen Euro.

Grundstücke für Bau- und Mietgemeinschaften sind vorgesehen. Eine Kindertagesstätte und eine zweizügige Grundschule sollen im Neubaugebiet entstehen. Laut Lohse „entsteht im Bremer Süden ein neues Quartier als Teil eines lebendigen Stadtteils“.

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Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther schwärmt von einer „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“, die an einer „besonderen Adresse“ erbaut werde. Mit dem Projekttitel „Gartenstadt Werdersee“ sei eine „besondere städtebauliche Qualität“ verbunden. Von sehr viel grün und sehr viel öffentlichem Raum ist die Rede, von einem Westpark und einem Deichpark.

„Die Erwartungen sind groß“, sagt Uwe Schierloh, Geschäftsführer der Projektgesellschaft. Und ein Zeitfenster ist bereits festgezurrt. Noch im Herbst sind erste Erschließungsmaßnahmen geplant. Im ersten Quartal 2018 soll es mit dem Hochbau losgehen. Drei Bauabschnitte sind anvisiert. Schierloh spricht von fünf bis sechs Jahren Bauzeit. Und: Schon vor dem Vermarktungsstart hat eines der Unternehmen rund 400 Interessenten auf dem Zettel.

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