Bremen „JR“ – so steht es auf den großen Holzkisten im Eingangsbereich der Kunsthalle. Die Buchstaben stehen nicht für den „Dallas“-Fiesling. Er spielt hier keine Rolle, Amerika aber sehr wohl. „JR“ steht für Jason Rhoades. Vom 18. September bis zum 4. Januar 2015 widmet die Kunsthalle dem amerikanischen Künstler die Ausstellung „Four Roads“.

Rhoades gilt als einer der einflussreichsten Künstler seiner Generation. Er wurde für seine monumentalen, raumgreifenden und provokanten Installationen bekannt. Vier davon bilden den Schwerpunkt der Bremer Ausstellung: „Garage Renovation New York (Cherry Makita)“ von 1993, „The Creation Myth“ (1998), „Sutter‘s Mill“ (2000) und „My Madinah“ (2004).

Werke, die aus etlichen Einzelteilen bestehen. Jason Rhoades schöpfte aus dem (amerikanischen) Alltag – seine Installationen bestehen aus Konsumgütern und Möbeln, aus Computern, Büchern und Lampen. Tische, Eimer, mit pornografischen Bildern beklebte Pflöcke. Die Kunsthallen-Ausstellung, die erste große Rhoades-Werkschau nach dem Tod des kalifornischen Künstlers, ist nicht allein eine kuratorische, sondern auch eine logistische Herausforderung.

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Nils Kollert, technischer Leiter der Kunsthalle, dürfte den alten Karl-Valentin-Satz bestätigen können. Vorbereitung und Aufbau der Rhoades-Schau sprengen den Rahmen des Üblichen. „Eine große Herausforderung für alle Beteiligten“, sagt Kollert.

Insgesamt wurde die Ausstellung in etwa 60 Kisten aus Pennsylvania, USA, via Oldenburg nach Bremen gebracht. Auspacken, aufstellen? So einfach geht das nicht. Restauratorinnen des Museums dokumentieren den Zustand jedes einzelnen Teils.

Die Kunsthalle eröffnet die Rhoades-Schau am Mittwoch, 17. September, um 18 Uhr. Vor der Vernissage spricht zudem die Ausstellungskuratorin Ingrid Schaffner (Institute of Contemporary Art, University of Pennsylvania) über das Werk von Jason Rhoades, ab 17 Uhr, und das in englischer Sprache.

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