Bremen Drei hochkarätige Konzerte mit syrischen Exil-Musikern zählen zu den Höhepunkten des ersten syrischen Kulturfestivals, das vom 12. bis 19. August in Bremen stattfindet. Los geht es mit der Eröffnung am Freitag, 12. August, um 19 Uhr, im Rathaus. Hinter dem „Funun“-Festival stehen unter anderem ein neu gegründeter syrischer Exil-Kulturverein und der Rat für Integration.

Das Wort „Funun“ kommt aus dem Arabischen und bedeutet „Künste“. Das Festival wolle den Reichtum der syrischen Kultur jenseits von Krieg und Zerstörung zeigen, sagte die Vorsitzende des Exil-Kulturvereins, Jasmina Heritani. „Es soll syrischen Künstlern eine Plattform bieten, in ihren Bildern, Geschichten und ihrer Musik nicht nur auf ihre persönliche Geschichte, sondern auch auf das Schicksal ihres Landes, aufmerksam zu machen.“ Zum Programm gehört neben den Konzerten eine Ausstellung mit Werken und Kalligraphien des syrischen Künstlers Ahmad Salma. Außerdem sind Workshops, Lesungen und Diskussionen geplant, Filme und Fotos zu sehen.

Ermutigt vom Erfolg des „Syrian Expat Philharmonic Orchestra“, das vor einem Jahr mit syrischen Exil-Musikern das Publikum zu Ovationen hinriss, haben sich die Organisatoren an die Arbeit gemacht. Bei den Konzerten treten neben dem Orchester auch der syrische Pianist Aeham Ahmad und die Gruppe „Broukar“ auf. Das fünfköpfige Ensemble wurde 2007 in Damaskus gegründet und spielt am Freitag, 19. August, 19 Uhr, im Sendesaal, Bürgermeister-Spitta-Allee 45, auf.

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