Bremerhaven Die in Bremerhaven getroffenen Sicherheitsvorkehrungen, mit denen die Behörden, wie berichtet, die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen wollen, könnten zu Beginn der neuen Woche noch einmal verschärft werden. Das kündigte am vorigen Sonnabend der bei der Berufsfeuerwehr tagende Krisenstab an. Er empfahl der Bevölkerung dringend, Menschenmengen zu meiden.

Geschlossen sind in der Seestadt bereits die meisten Hauptattraktionen. Neben dem Deutschen Auswandererhaus und dem Klimahaus – beide in den Havenwelten – entschloss sich am späten Freitagabend auch das Stadttheater Bremerhaven, den gesamten Spielbetrieb bis einschließlich 14. April komplett einzustellen. Geschlossen ist das Deutsche Schifffahrtsmuseum. Weiter geöffnet bleibt der Zoo am Meer. Das gilt allerdings nur für den Außenbereich. In das Nordsee-Aquarium gibt es keinen Zutritt.

Wurden die Bremerhavener Sporthallen bereits am vergangenen Freitag für den Trainingsbetrieb und andere Nutzungen geschlossen, so folgte die Bädergesellschaft Bremerhaven am Samstag mit dem nächsten Schritt.

Wie in Bremen bleiben nun auch in Bremerhaven die Bäder dicht. Eine Sprecherin der Bädergesellschaft erklärte, für Badegäste, die in den letzten Tagen zum Schwimmen gekommen wären, bestehe kein erhöhtes Infektionsrisiko. Grippe- und auch Coronaviren, heißt es in einer Pressemitteilung, könnten nach derzeitigem Wissenstand nicht über das Badewasser übertragen werden.

Die Schließung aller Schulen und Kindertagesstätten gilt in Bremerhaven von diesem Montag an.

Bei den am Samstag formulierten Ratschlägen des Krisenstabes handelte es sich bisher um Empfehlungen. Jedoch wird erwartet, dass die dort aufgeführten Einschränkungen schon in Kürze behördlich angeordnet werden. So müssen sich beispielsweise die Betreiber von Diskotheken, Tanzschulen, Kinos, Fitnessstudios und Saunen darauf einstellen, den Betrieb zeitlich begrenzt einzustellen.

Insgesamt registrierte der Krisenstab über das vergangene Wochenende einen leichten Anstieg an Coronainfizierten. Die Personenzahl wurde mit acht angegeben.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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