Bremen Seit zehn Jahren in Folge steigen die Übernachtungszahlen in der Stadt Bremen, so das Wirtschaftsressort. Die Hansestadt hat 2019, im 200. Geburtstagsjahr der Bremer Stadtmusikanten, mehr als 1,2 Millionen Touristen und Geschäftsreisende angelockt. Das sind fast acht Prozent mehr als im Vorjahr 2018. „Erneut ein Höchststand“, teilte die Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (WFB) bei der Vorstellung der Zahlen am Montag mit. Die Zahl der Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben stieg sogar um knapp zehn Prozent auf mehr als 2,3 Millionen an.

Das kleinste deutsche Bundesland registrierte 2019 insgesamt 2,8 Millionen Übernachtungen. Das waren 7,1 Prozent beziehungsweise 8,7 Prozent mehr als 2018. Die Tourismusbranche zählt über 33 000 Beschäftigte.

60 Prozent der Übernachtungen gehen auf Geschäftsreisende zurück. Also braucht Bremen Messen, Kongresse, große internationale Branchentreffen – wie die Schwergutmesse „Breakbulk“ mit 10 000 Teilnehmern. Ende Mai wird sie zum dritten Mal in Bremen sein. Auch für 2021 haben die britischen Veranstalter Bremen eine Zusage gegeben. „Danach sind wir dann raus“, sagte WFB-Geschäftsführer Peter Siemering. Was aber nicht bedeutet, dass Bremen sich nicht wieder um die „Breakbulk“ bemühen wird. Viele Gäste dürften in diesem Jahr auch das International Coral Reef Symposium (Juli; 3000 Wissenschaftler und Korallenforscher) und die „Space Tech Expo“ (Herbst, 4500 Teilnehmer) nach Bremen locken.

Für Städtereisende, die nicht beruflich oder dienstlich unterwegs sind, setzen Bremens Tourismusstrategen bei der Wirtschaftsförderung auf Anlässe. „Städtereisen sind in der Regel anlassbezogen – Familienfeste, Kongresse, Veranstaltungen und Ausstellungen“, so Siemering. Auf Familienfeste haben die Planer keinen Einfluss, ansonsten aber gilt das Ziel: ein Top-Ereignis pro Monat. Das kann zum Beispiel ein Kultur-Event sein. Oder eine Ausstellung. Mit Blick auf die Korallenforscher bereitet das Übersee-Museum eine Schau über Korallenriffe vor, die vom 12. Juni bis zum 15. November dauert.

Darüber sprechen wollte man auch auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin; Bremens 35-köpfiges Team hatte mehr als 100 Termine vereinbart. Alles gestrichen wegen Corona. Und sonst? Ja, es gebe „reichlich“ Stornierungen aus China. Bei den Übernachtungszahlen liege man so deutlich über dem formulierten Steigerungs-Ziel von fünf Prozent, dass die Stornierungen aus China Siemering keine Sorgen bereiten.

Die Auswirkungen durch Brexit und Corona-Krise seien derzeit noch nicht abzuschätzen, sagte Siemering. Allerdings sei der Quellmarkt für Reisen nach Bremen vor allem Deutschland. 80 Prozent der Übernachtungen würden von deutschen Gästen gebucht.

Bremen will jährlich bei Gäste- und Übernachtungszahlen mindestens um 5 Prozent zulegen und 2025 die Grenze von drei Millionen Übernachtungen knacken. „Da sind wir auf gutem Wege“, so Siemering.

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