Bremen Max Raabe ist wie immer elegant gekleidet, als er als erster „Wintergast“ der neuen Talk-Saison im Theater am Goetheplatz erscheint – zum Gespräch mit Moderator Alexander Brauer von „Bremen Zwei“: Cordjacke, rot-weißes Hemd und eine mit roten Punkten versehene Krawatte.

Rabe ist charmant, drückt viel aus, auch mit seinen Händen. Der Raum ist voll, alle Plätze sind belegt. Er erzählt unter anderem, dass zu seinen neu komponierten Songs meist mehr Text entsteht, als schließlich übernommen wird. Das mache die Bühnenauftritte nicht immer einfacher. „Mein Gehirn versucht mir manchmal Fallen zu stellen. Ich halte mich aber meistens an den letztverfassten Text“, sagt Raabe.

Ein Song müsse für die Besucher immer ins Programm: „Mein kleiner grüner Kaktus“. Denn: „Der Song ist unter zwei Minuten lang, aber die Freude, die er macht, ist enorm.“ Viele der Besucher nehmen während des Talks ein Frühstück ein. Der Titelsong des neuen Albums „Der perfekte Moment … wird heut‘ verpennt“ wird gespielt, ein Lied über den Genuss der Faulheit. Der Moderator merkt an, dass sich der Song recht stark vom Stil der 20er und 30er – mit dem Raabe bekanntgeworden ist – entfernt habe.

Raabe erzählt daraufhin von modernen Elementen, die er in seine Songs einbaut. Er erinnert an den Text aus seinem Song „Rinderwahn“: „Der Mensch isst gerne Tiere auf, da kam die Kuh als erste drauf. Drum nennt sie ihren Racheplan Rinderwahn.“

Viele kleine Anekdoten kommen im Laufe des Gesprächs heraus, so auch, dass Raabe mit seinem „Palastorchester“ auf der Hochzeit des Schock-Rockers Marilyn Manson gespielt hat. „Wir waren neugierig und haben das mal mitgenommen. Es ging ja nur um eine Einlage von 20 Minuten“, erzählt Raabe. „Wir haben dann zum Tanz gespielt. Die wilden, schwarz gekleideten Gäste tanzten zu Foxtrott und Walzer“, sagt Raabe. Die Gäste lachen.

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