Bremen Das Weyher Theater will seine Erfolgsgeschichte in Bremen fortschreiben. Und ausbauen. Die Weyher planen ein zweites Standbein, ein zweites Haus und ein zweites Ensemble im neu entstehenden Tabakquartier in Woltmershausen (die Bremer sagen auch „Pusdorf“). Das „Boulevardtheater Bremen“ mit 400 Plätzen soll im September 2021 eröffnet werden.

Laut Theaterleiter Kay Kruppa ist die Spielstätte dann das „größte privat betriebene Komödienhaus Bremens“. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) verspricht sich von dem Theater Aufbruchstimmung für den Stadtteil. Er selbst habe von den Bremer Plänen der Weyher erst erfahren, als sie schon weit fortgeschritten waren.

Das Theater entsteht in einer denkmalgeschützten Fabrikhalle auf dem Areal der ehemaligen Zigarettenfabrik Martin Brinkmann, das der Bremer Projektentwickler Justus Grosse in den nächsten Jahren zu einem neuen Quartier umbauen will. „Die alten Gebäude sollen mit neuem zeitgemäßem Leben erfüllt werden und auf diese Weise ein positives Zeichen für die Weiterentwicklung Pusdorfs sowie der Stadt Bremen setzen“, heißt es bei den Projektentwicklern.

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Die Weyher mieten den Angaben zufolge eine Hälfte der Halle, die andere wird für die Bremer Philharmoniker reserviert. Grosse wiederum stellt das neue Theater inklusive Bühne schlüsselfertig her, sagte Joachim Linnemann, geschäftsführender Gesellschafter des Bremer Unternehmens.

Das Weyher Theater mit seinen 313 Plätzen ist ein Publikumsmagnet – mit 80 000 bis 90 000 Besuchern pro Jahr. Es bezeichnet sich als „größtes Privattheater Niedersachsens“. Gespielt werden vor allem Komödien. Mit Stücken wie „Ab heute bin ich Jungfrau“, „Männer allein zu Haus“ und „Schiff Ahoi!“ schwimmen die Weyher um Intendant Kay Kruppa und Dramaturg Frank Pinkus seit Jahren auf einer Erfolgswelle. Nach Bremen kommen sie auch schon vor dem Start in Woltmershausen – am 12. Juni zeigen die Weyher Theatermacher im Metropol-Theater ihren Johnny-Cash-Liederabend.

Das Weyher Theater erhält keine Subventionen. Und das soll auch in Bremen so bleiben, bestätigte ein Sprecher des Senats. Kruppa will in Bremen ein zweites Ensemble mit 15  Schauspielern etablieren – mit eigenen Stücken und mit Bremer Lokalkolorit. Es sei nicht geplant, die Schauspieler und Stücke einfach nur hin- und herzutauschen.

Das Tabakquartier ist ein ehemaliges Industriegebiet mit 55 Hektar Fläche. Unter anderem sollen 1500 Wohnungen gebaut werden.

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