Bremen Hinter der Tür wartet eine edle Küche aus Metall. Der Blick durch das Fenster im Schlaf- und Wohnzimmer fällt auf den Martini-Anleger und die Innenstadt. Möbel, angefertigt vom Tischler, ein Esstisch mit Espresso-Maschine – in dem 21-Quadratmeter-Appartement dürfte sich jeder wohlfühlen. Das Gästehaus der Universität auf dem Teerhof öffnet wieder. Der neue Name: „Teerhof 58 – Gästehaus der Universität“.

Betrieben wird das Gästehaus von den Bremer Hoteliers Detlef und Jan Pauls mit ihrem Unternehmen Munte. Es hat das Haus von der Uni gepachtet und kräftig in die Renovierung investiert. Die Zimmer sehen aus wie neu. Jan Pauls zeigt an einem Schreibtisch vor dem Fenster, wie er es sich hier gemütlich machen würde: „Hier ein Glas Wein hinstellen und dann einfach den Blick genießen.“

Noch geräumiger sind die Zwei-Personen-Appartements. Teilweise ist der Küche etwas abgegrenzt, auf Türen Richtung Schlafbereich wurde bewusst verzichtet. Der Fußboden besteht aus Designplanken, die an Holz erinnern. Die Renovierung hat Pauls zufolge einen hohen sechsstelligen Betrag gekostet, aufgebracht von den Pächtern und der Universität.

„Am Sonntag zieht der erste Gast ein, ein Professor“, sagt Pauls. Er ist sicher, dass die Vermietung sehr bald Fahrt aufnehmen wird. „Am Anfang läuft es immer etwas verhalten an. Die Leute müssen erst sehen, dass alles pünktlich fertig geworden ist.“

An der Nachfrage zweifelt auch Anja Stöckl, Referatsleiterin im Dezernat für Haushalt und Finanzen der Bremer Uni, nicht. „Wir haben das Haus 24 Jahre lang selbst betrieben. Die Auslastung war gut“, sagt sie. Das Gästehaus ermöglicht ein Wohnen auf Zeit: Die Unterkunft richtet sich unter anderem an neu eingestellte Professoren an der Uni Bremen, die erstmal überlegen, in welchen Stadtteil sie ziehen. Auch sollen die edlen Appartements Gastwissenschaftlern eine Unterkunft bieten, die für einige Monate oder auch ein Jahr nach Bremen kommen.

Die Uni hat ein festes Kontingent gebucht. Was frei ist, kann darüber hinaus an weitere Interessenten vermietet werden. Aktuell müssen mindestens sechs Übernachtungen gebucht werden. 36 Gäste finden hier Platz in 24 Einzel- und sechs Zwei-Personen-Appartements. Letztere seien auch für Paare mit bis zu zwei Kindern geeignet.

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Seitens der Uni ist man froh, den Betrieb an einen Spezialisten abgegeben zu haben. Früher habe die Unterkunft eher an eine Jugendherberge erinnert. Viele Besucher ließen zudem private Sachen einfach da. „Wir merkten, das Haus muss professionell geführt werden“, sagt Stöckl. Einzelappartements kosten auf dem freien Markt je nach Buchungsdauer zwischen 40 und 85 Euro pro Nacht, Doppelappartements 50 bis 95 Euro, die wöchentliche Reinigung, WLAN und alle Verbräuche inbegriffen. Gäste der Uni zahlen deutlich unter 1000 Euro pro Monat für ein Einzelappartement, so Stöckl.

Die Hoteliers betreiben neben dem „Hotel Munte am Stadtwald“ noch zwei Häuser mit dem Namen „7Things“ in der Nähe der Uni, ein Hotel und ein Appartementhaus.

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