Bremen Bremen braucht mehr Geld, um seine Justizvollzugsanstalt (JVA) zu sanieren. Das Gesamtpaket wird von etwa 50 Millionen Euro auf gut 60 Millionen Euro wachsen, wie aus der Vorlage für die Senatssitzung hervorgeht.

Hintergrund für die Erhöhung um knapp zwölf Millionen sind veränderte Gegebenheiten im Vergleich zu den aus dem Jahr 2008 stammenden Planungen, sagte der Sprecher des Justizressorts, Matthias Koch.

Die Zustimmung des Senats zu den Mehrkosten dürfte sicher sein. Ein großer Teil des Millionenpakets ist bereits erledigt – Außenmauer, Zaun, Sicherheitstechnik, Zentralgebäude, Verwaltung, Lazarett, Küche, Jugendvollzug und zwei Abschnitte in Bremerhaven sind abgehakt. Nun steht noch die Sanierung von zwei Hafthäusern im 1874 errichteten Gebäude mit rund 250 Plätzen an.

Das Justizressort hatte Umzüge innerhalb des Gefängnisses geplant, um die Maßnahme durchzuführen. Doch seit etwa einem Jahr kann Bremen nicht mehr einen Teil seiner Häftlinge in Niedersachsen unterbringen – dort braucht man den Platz selbst. Außerdem, so der Ressortsprecher, sitzen schlicht mehr Menschen (90 Prozent Männer) im Knast, zur Zeit etwa 650 im Jahr. Und sie müssen dort länger bleiben.

Komplexere und längere Verfahren lassen zudem die Zahl der Untersuchungshäftlinge steigen. Soll heißen: Die JVA ist belegt. Etwa 60 Häftlinge sollen nach den neuen Plänen für die mehrere Jahre dauernde Sanierung in Container ausweichen, die speziell gesichert hergerichtet werden müssen.

Wenn nach dem Beschluss des Senats alles gut läuft, so der Sprecher, könnten die Container bis Ende 2020 stehen, 2021 die Baumaßnahmen beginnen.

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