Bremen Sie gilt als Meisterwerk bremischer Ingenieurkunst und als „formschönes Flugzeug mit hervorragenden Flugeigenschaften“: Focke-Wulfs FW 200 Condor hat Luftfahrtgeschichte geschrieben. An einem weiteren Kapitel basteln rund 60  Senioren in einer Halle auf dem Areal des Bremer Airbus-Werks. Sie restaurieren seit Anfang 2002 das im Mai 1999 aus dem Trondheimfjord geborgene Wrack einer Condor-Maschine. 2020 soll die Restaurierung beendet sein. Dann kommt das Flugzeug in die Obhut des Deutschen Technikmuseums Berlin.

Über die Restaurierung der Condor informieren Projektleiter Günter Büker, sein Stellvertreter Horst Becker und Flugzeugbauer Jürgen Molkenthin in der Film- und Vortragsreihe „Bremer Tagebuch“ am Mittwoch, 20.  März, um 19 Uhr im Haus der Wissenschaft an der Sandstraße. In der Veranstaltung referiert das Trio über die Geschichte des größten in Bremen in Serie gebauten Passagierflugzeugs. Der Eintritt ist frei.

Die Rekonstruktion des legendären Flugzeugs ist ein gigantisches Puzzle. Filigranarbeit und Detektivarbeit. Fummelarbeit mit Schablonen. „Man kämpft sich von Stück zu Stück“, wird einer der „Condorianer“ in einer von diversen Veröffentlichungen zitiert. Die Restaurierung ist ein Gemeinschaftsprojekt. Die Bremer sind für die Wiederherstellung des Rumpfes, des Cockpits und der Flügel verantwortlich. Die drei Fahrwerke, das Leitwerk und das Rumpfheck werden bei der Lufthansa-Berlin-Stiftung in Hamburg zu neuem Leben erweckt. Die typengleichen Motoren restauriert Rolls Royce Deutschland.

1981 werden Überreste einer Condor-Maschine in einem Fjord nahe dem norwegischen Trondheim geortet – einer „Fw 200 C-3“, die als Militärflugzeug der Kriegsmarine diente und am 22.  Februar 1942 notwasserte. Bis zur Bergung vergehen fast 20 Jahre. Dann geschieht eine zweite Katastrophe: Beim Absetzen der Bergungsplattform am 26. Mai 1999 zerbricht das Wrack.

Doch das Deutsche Technikmuseum Berlin als neuer Eigentümer der Condor entschließt sich, die Restaurierung des „Schrotthaufens“ in Angriff zu nehmen. Das Team ist seit 2002 kontinuierlich gewachsen, quasi mit der Zunahme der Restaurierungsaufgaben, heißt es. 2006 sind es 49 Mitarbeiter, heute liegt die Stärke bei 56 Mitarbeitern.

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