Bremen Das Problem ist nicht zu übersehen: Salze im Mauerwerk. Das ist eine Belastung für das historische Bauwerk – für den Dienstsitz des Landesdenkmalpflegers an der Sandstraße in der Bremer Altstadt. In dem Backsteingiebelhaus lebte einst der Bremer Bürgermeister Christian Abraham Heineken (1752 bis 1818). Es gehört zu den letzten Häusern mit spätgotischer Bausubstanz in Bremen und hat die älteste erhaltene bemalte Holzdecke der Stadt. Für das bedrohliche Salz-Problem ist nun eine Lösung in Sicht. Das Haus gehört zu fünf Denkmalschutzprojekten in Bremen und Bremerhaven, die der Bund mit 433 000 Euro fördert.

Und eben 45 000 Euro davon gehen ans Haus Heineken, so die Bremer CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann im Anschluss an eine Sitzung des Haushaltsausschusses, in der die Mittel bewilligt wurden. „Ich bin froh, dass die Zuwendung eine Sanierung des Gebäudekellers ermöglicht. Sie ist wichtig für die Erhaltung des gesamten Gebäudebestands“, so Motschmann.

10 000 Euro aus Berlin fließen in die Sicherung der Funktionsfähigkeit und der Standsicherheit der Arberger Mühle. Die Mühle ist der Mittelpunkt des Stiftungsdorfes Arberger Mühle der Bremer Heimstiftung.

Zurück geht es in den Gewölbekeller des Hauses Heineken, des Amtssitzes von Landesdenkmalpfleger Prof. Dr. Georg Skalecki. Der erste Kellerraum ist mittelalterlich, der zweite Raum stammt aus dem Jahr 1579. Ursache für die Salze im Mauerwerk sind Durchfeuchtungen, so Skalecki. Und: „Diese Salzbelastungen führen zu Problemen am Putz und am Sand- sowie Backstein. Wir müssen entsalzen, den Putz erneuern sowie stark aufgelöste Steine ersetzen. Auch der Ziegelboden muss geprüft werden.“ Wann die Sanierungsarbeiten beginnen, steht noch nicht fest. „Ich hoffe aber, dass wir noch vor dem Sommer beginnen können“, sagt Georg Skalecki.

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