Bremen Die Bremer Polizei richtet nach Angaben des neuen Landeskriminalamts-Chefs Jürgen Osmers weiter großes Augenmerk auf die Clan-Kriminalität. Wenn es Konflikte gebe, sogenannte Tumultlagen, könnten die Großfamilien aus dem Nahen Osten ihre Mitglieder schnell mobilisieren, sagte Osmers in Bremen. „Wir bekommen schon stark ein Drohpotenzial aufgebaut.“

Auch den Kampf gegen Rechtsterroristen nannte Osmers als wichtige Aufgabe. Der islamistische Extremismus bleibe eine Bedrohung. Er übernahm am Montag die Leitung der Kriminalpolizei in der Hansestadt und damit des Landeskriminalamts (LKA). In den Stadtstaaten Bremen und Hamburg seien die LKAs keine eigenen Behörden wie in größeren Ländern, sagte Polizeipräsident Lutz Müller. Sie dienten aber als Schnittstelle zur Kooperation mit den anderen Bundesländern.

Clan-Kriminalität und Organisierte Kriminalität seien eng verwoben – etwa im Drogenhandel oder bei Betrug aus Callcentern, sagte Osmers. Vor allem ältere Menschen würden betrogen, wenn Kriminelle sich am Telefon als falsche Polizisten ausgeben. Die Bremer Behörden hatten vergangenes Jahr ein führendes Mitglied des libanesischen Miri-Clans nach Beirut abgeschoben. Der Mann kehrte illegal zurück und wurde wenig später erneut deportiert.

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