Bremen Ein Gerät schützt ein ganzes Haus vor Einbrechern. Smarte Technologie macht es möglich. André Rode (50), Geschäftsführer der „Smart Home Company“ mit Sitz in Cuxhaven und Niederlassungen in Achim und Verden, zeigt ein Alarmsystem, das auf einbruchstypischen Lärm reagiert. Smarte Technik ist ein wichtiges Thema auf der Messe „Hansebau“, die zusammen mit den „Bremer Altbautagen“ am Freitag die Tore geöffnet hat.

Die drei Mikrofone in dem Gerät namens Mowitec Pro von der Firma WE Elektronik sind hochempfindlich. Sie reichen, um 160 Quadratmeter Wohnraum vor Einbrechern zu schützen, sofern normale Türen im Inneren verbaut sind. Vom nicht unerheblichen Geräuschpegel der Messe bleibt das Gerät unbeeindruckt. Die Technik wurde in den 70ern vom israelischen Militär entwickelt, um Flugzeuge in abgelegenen Wüstenhangars zu schützen, sagt Rode. Das Gerät hat 36 Funkkanäle, mit denen sich beispielsweise Feuermelder verbinden lassen.

Die Smart-Home-Roadshow der Firma Planetlan aus Bochum-Wattenscheid gibt Interessenten Beratungen zum Thema Smart Home. Projektleiter Michael Berendes (26) zeigt an Modellhäusern, was smarte Technik kann. Er ruft Programme auf – „Verlassen“, alles wird dunkel, und „Ankommen“, die Lichter gehen an. „Bei mir zu Hause zählt die Tür mit, wie viele Leute rein- und rausgehen. Ist die Zahl der Leute drinnen 20  Minuten bei null, gehen die Lichter aus, und alle Heizkörper werden abgeschaltet“, sagt Berendes. „Ich bin etwa neun Stunden im Büro. Nach achteinhalb Stunden werden die Räume wieder beheizt.“

Ralf Meyer (67) aus Oyten interessiert die smarte Sicherheitstechnik: „Man ist schon darauf angewiesen, sein Haus und sein Grundstück zu sichern.“ Gekommen ist er, um sich über Heizungen zu informieren. Da hätte er sich noch mehr Anbieter gewünscht. Neu entdeckt hat er Infrarotheizungen, die Handtücher an Kleiderhaken trocknen.

Das Heizen mit Holz ist ein großes Thema auf der „Hansebau“. Azubi Christian Zmuda-Trzebiatowski (22) von der Firma Ofenbau Colnrade errichtet einen Bremer Grundofen. Vier Ringe aus Steinen hat er übereinander gesetzt. Eine eher lockere Aufgabe. „Fast wie Lego“, sagt er. Schwierig sei lediglich, die Tür richtig einzubauen.

Bremer Grundöfen sind rund, haben keine separate Aschekammer und speichern Wärme. Zudem bestehen sie aus dem keramischen Werkstoff Keumalit, entwickelt vom Bremer Holger Ludwig. Sie passen auch gut in Altbremer Häuser. Billig sind sie nicht: 4500 Euro plus Montagekosten werden mindestens fällig, heißt es.

Ums Holz geht es auch bei der Firma Tamsen Bau aus Stuhr, die sich auf den „Altbautagen“ präsentiert, unter anderem ein Spezialist für den Holzrahmenbau. Diese Bauweise ist nicht nur interessant für Neubauten, sondern erlaubt auch an bestehende Gebäuden anzubauen oder eine weitere Etage aufzusetzen. Holz ist leicht und macht daher weniger Probleme in Sachen Statik. Die Teile lassen sich vorfertigen, was für eine kurze Bauphase sorgt. Die Kosten entsprechen in etwa dem Bauen mit Stein.

Wohl eher etwas für Leute mit viel Geld sind Pools des Garten- und Landschaftsbauers Kreye aus Ganderkesee. 1000 Euro kostet ein Quadratmeter Pool im Schnitt, allein eine moderne Filteranlage kostet etwa 15 000 Euro, sagt Hendrik Lintz (36), Gärtnermeister bei Kreye. Das Unternehmen hat einen Pool aufgebaut, der von Pflanzen und Steinen umgeben ist.

 Die Messen „Hansebau“ und „Bremer Altbautage“öffnen an diesem Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr in den Messehallen 5 bis 7. Tageskarten kosten zehn Euro (ermäßigt acht Euro, Feierabendkarte für Zutritt ab 15 Uhr sechs Euro, Kinder bis 14 Jahre frei).

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