Bremen Es war eine Zeit, in der sehr gern experimentiert wurde. Wir reden vom Anfang der 1970er-Jahre. Da war der Regisseur und Autor Edgar Reitz (Hunsrück-Trilogie „Heimat“) mit der Regisseurin Ula Stöckl unterwegs. Die beiden machten ein Filmexperiment. Die Serie „Geschichten vom Kübelkind“ war für Kneipenkinos gedacht. Das Publikum sollte wählen, welche Folgen es sehen wollte. Die 25-teilige Kurzfilmreihe entzog sich den gängigen Seh- und Sendegewohnheiten. Die kürzeste Episode dauert eine Minute, die längste 25 Minuten. Die Hauptfigur (Kristine de Loup) trägt ein rotes Kleid und ist mal Kind, mal Frau. Reitz und Stöckl experimentierten und schufen ein Kunstwerk, das um den Einfluss von Macht und Strukturen auf die menschliche Entwicklung kreist. 1971 wurde es auf der Berlinale gezeigt.

2018 war die Reihe noch einmal auf dem Festival zu sehen – in einer restaurierten Fassung. Anlass war des 80. Geburtstag von Ula Stöckl. Und diese (digitale) Version geht nun auf Tour – und auch nach Bremen. Die „Geschichten vom Kübelkind“ sind im Kulturhaus Walle („Brodelpott“, Schleswiger Straße 4) zu sehen – und zwar am Freitag, 29. März, um 20 Uhr. Mögliche Gesamtlänge: 220 Minuten – kommt ganz darauf an, was das Publikum aus der Karte auswählt. . . Eintrittspreis: fünf bis zehn Euro nach Selbsteinschätzung.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.