Bremen Einsatzkräfte aus Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten können Experten zufolge selbst einiges tun, um sich auf belastende Einsätze vorzubereiten und sie später zu verarbeiten. „Innere Stärke kann man trainieren“, sagte Volker Harks vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe am Sonnabend bei einem Fachtag in Bremen.

Der Bremer Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hatte zu dem Symposium zur psychosozialen Notfallversorgung im Konzerthaus Glocke eingeladen. Der Fachtag stand unter der Leitfrage „Wir brauchen keine Helden! Welche Hilfen brauchen Helfer?“

Auch die zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte und psychologische Aspekte bei Einsätzen in Amok- und Terrorlagen standen auf der Tagesordnung. Deutlich wurde: Wer auf sich selbst achtet und zur Not Hilfe sucht, bleibt eher handlungsfähig.

Aus einer Studie der Universität München unter Feuerwehrleuten zitierte Harks, mehr als die Hälfte der Befragten hätten einen extrem belastenden Einsatz als das bisher schlimmste Ereignis in ihrem Leben angeführt.

Nach Unfällen, Katastrophen und Gewalt sei es deshalb wichtig, seelische Schutzfaktoren zu aktivieren, betonte Harks vor rund 300 Teilnehmern. Ansonsten könnten Einschlafstörungen, Konzentrationsschwächen, Ängste und Schuldgefühle die Folgen sein.

Der Bremer Rechtspsychologe Dietmar Heubrock informierte über ein Schulungsprogramm, das sein Institut in Zusammenarbeit mit Feuerwehrleuten entwickelt hat, um Gewalt gegen Rettungskräfte gar nicht erst aufkommen zu lassen. Zu diesem „Gefahrenradar“ gehören die Beseitigung potenzieller Waffen am Einsatzort und eine deeskalierende Kommunikationsstrategie.

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