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Bremen Bisher war jeder Auftritt ausverkauft. Seit 2017 zeigt das Weyher Theater den Liederabend „I walk the line“ mit Songs von Country-Legende Johnny Cash (1992–2003). Die Vorgängerproduktion, das biografische Schauspiel „Cash“, sahen von 2010 bis 2015 stolze 60 000 Zuschauer, dann kam die Einstellung aus rechtlichen Gründen. Am Freitag, 12. Juni, kommt der Liederabend unter dem Titel „Johnny Cash – Ein Leben in Songs“ ins Bremer Metropol-Theater. Beginn ist um 20 Uhr.

Der Liederabend fand ab 2017 zunächst im „Shakespeare’s Theater Pub“ mit 80 Plätzen im Weyher Theater statt, bald ging es auf die große Bühne mit mehr als 300 Plätzen. Jetzt wollen die Cash-Interpreten ihr Programm auf auswärtigen Bühnen zeigen. Im April spielen sie in Dresden, ein Auftritt in Thedinghausen im Juni ist bereits ausverkauft.

Ins Metropol-Theater am Richtweg passen 1400 Zuschauer. Und noch sind Karten zu haben. Das sei eine Chance für Johnny-Cash-Fans, die bisher noch nicht in den Genuss des Liederabends gekommen sind, heißt es. 30  Songs umfasst das Programm. „Es wird ein rein konzertanter Abend. Ich spreche über Johnny Cash und wir gehen einmal über die Landkarte seiner Musik“, sagt Kay Kruppa (47), der singt, in der Biografie Johnny Cash spielte und jenes Stück zusammen mit Frank Pinkus geschrieben hat.

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Die Einbindung der Songs in eine Handlung im ursprünglichen Schauspiel war der Grund, warum die Aufführung von Cashs Werken nicht einfach über die Gema abgerechnet werden konnte, sondern mit den Rechteinhabern hätte erfolgen müssen, zum Teil mit Erbengemeinschaften. Von denen kam nie irgendeine Antwort. Das gleiche Problem gab es mit den von Cash gecoverten Songs. Nach 189 Auftritten war darum Schluss. Zwei Jahre später wurden die Songs in den Liederabend übernommen.

Für die Auswärtsspiele werden zwei Bläser angeheuert und unter anderem beim legendären Song „Ring of Fire“ eingesetzt. Die Passagen von Cashs zweiter Frau June Carter (1929–2003) singt Lisette Groot (45), eine ausgebildete Musicaldarstellerin aus Holland.

Kruppa wird viel erzählen können, denn das Leben von Altmeister Cash war sehr bewegt. Aus armen Verhältnissen stammend, arbeitete er in Arkansas auf Baumwollfeldern. Durch seine Arbeit bei der Luftwaffe kam er im Alter von 19 Jahren nach Landsberg in Bayern. „Dort hat er sich eine Gitarre gekauft. Vorher hat er Gospel auf den Baumwollfeldern gesungen“, sagt Kruppa. Zurück in den USA kommt der Durchbruch. Der Junge von den Baumwollfeldern wird zum Star. Er erlebt auch die dunkle Seite des Showbusiness und wird drogenabhängig.

Berühmt wurden die Gefängniskonzerte von Cash, bekannt durch die Alben „At Folsom Prison“ und „At San Quentin“ aus den späten 60ern. Cash singt vor den Gefangenen auch „Cocaine Blues“ über einen Mann, der im Kokainwahn seine Frau erschießt und dafür 99 Jahre Haft bekommt. „Johnny Cash stellt was dar. Er hat was zu erzählen. Darum kommt er genre- und generationenübergreifend an“, sagt Patrick Kuhlmann (29), der beim Konzert Gitarre spielt.

In den 80ern wird es still um den Star. Ab den 90ern folgen die „American Recordings“, die auch Teil des Liederabends sind.

Tickets für den Cash-Abend im Metropol-Theater am Richtweg kosten von knapp 20 bis etwa 50 Euro.

Details und Karten unter:


     www.metropol-theater-bremen.de 
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