Bremen Es war eines der ersten Kinderzentren in Deutschland, als es im Jahr 1978 gegründet wurde: das Sozialpädriatische Institut (SPI) in Bremen. „Dass Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen fachübergreifend zum Wohle der Kinder in einem Gesundheitszentrum zusammenarbeiteten, war damals noch weitgehend einzigartig“, sagte eine Sprecherin der Klinik-Gesellschaft Gesundheit Nord (Geno).

Seither wurden in den 40 Jahren 25 000 Kinder behandelt. Es sind Kinder mit körperlichen, seelischen oder sozialen Entwicklungsauffälligkeiten, sagte Geno-Sprecherin Stefanie Beckröge. Viele von ihnen wurden seit der Geburt beim Großwerden begleitet. Besser bekannt ist das Sozialpädriatische Institut am Klinikum Mitte vielen eher als Kinderzentrum. Es besteht nun seit 40 Jahren und ist damit gewissermaßen selbst längst erwachsen. „Für viele Kinder und ihre Familien ist das Zentrum aus Bremen nicht mehr wegzudenken“, sagte die Sprecherin. „Ziel der Betreuung eines Kindes im Institut ist das möglichst frühe Erkennen von Entwicklungsauffälligkeiten und -fähigkeiten der Kinder sowie eine Stärkung der Familie und eine Beratung des Umfeldes“, betonte der ärztliche Leiter, Prof. Dr. Peter Borusiak.

In langjähriger Teamarbeit hätten Ärzte, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Heilpädagogen, Psychologen, Musiktherapeuten und Sozialarbeiter eine kinderneurologische und sozialmedizinische Diagnostik, Behandlung und Entwicklungsbegleitung für Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten auf die Beine gestellt. Das Institut biete heute zudem Spezialsprechstunden für Kinder mit Epilepsien, Zerebralparesen oder Autismus an. Die Down-Syndrom-Ambulanz sei inzwischen eine der größten ihrer Art in ganz Deutschland, sagte Borusiak. Eine weitere wichtige Aufgabe des Sozialpädiatrischen Instituts bestehe darin, sich an der gesellschaftlichen Aufgabe der Inklusion zu beteiligen.

Passend zum 40-jährigen Bestehen des Instituts hat der Förderverein Kinderzentrum Bremen unter dem Vorsitz des ehemaligen Gesundheitssenators Hermann Schulte-Sasse eine komplette Neugestaltung des Eingangsbereiches im Gebäude an der Friedrich-Karl-Straße finanziert.

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