Bremen Einer der markantesten Plätze in der Überseestadt wird bebaut – am Kopf des Europahafens entsteht ein Ensemble aus vier unterschiedlich hohen Gebäuden. Das Projekt verbindet Innen- und Überseestadt und hat Signalwirkung für die Entwicklung des Kellogg-Areals. Das Architekturbüro Cobe (Kopenhagen/Berlin) hat den Wettbewerb gewonnen, an dem sechs Büros teilnahmen. Die Zech Group des Bremer Unternehmers Kurt Zech will hier „200 bis 300 Millionen Euro“ investieren, so der Chef. 2020 soll das erste Gebäude fertig sein.

Ein ehrgeiziger Zeitplan. Aber Zech ist nicht dafür bekannt, die Dinge langsam laufen zu lassen. Im Herbst erst hatte der Wettbewerb begonnen, nun schon liegt das einstimmig gefasste Ergebnis vor. Die Organisatoren zogen den Wettbewerb dabei als „Ideenmeisterschaft“ auf, es gab viel Kommunikation. Die Architekten wurden im Bus durch die Überseestadt gefahren, um die Umgebung kennenzulernen. Im Siegerentwurf äußert sich das nun unter anderem in der Materialwahl. „Die Farben der alten Überseestadt werden aufgenommen“, so Professorin Iris Reuther, Bremens Senatsbaudirektorin. Die Wettbewerbsform, das gemeinsame Weiterentwickeln, hat auch Zech begeistert.

2,2 Hektar Fläche, vier Gebäude, in der Mitte – auf Höhe des Hilde-Adolf-Parks – eine Freifläche, die in öffentlicher Hand bleibt. Arbeitswelt und Freizeit, Wohnraum und Mobilität werden gemischt. Eigentumswohnungen, Mietwohnungen, Sozialwohnungen – alles dabei. 300 bis 400 Wohneinheiten insgesamt sollen es werden, sagt Zech. 70 000 Quadratmeter Fläche dürfte es geben, davon 25 000 Quadratmeter für Büros. „Wir werden die schönsten und besten Arbeitsplätze in Bremen schaffen, die auch die neuesten Innovationen unserer digitalisierten Welt bieten werden“, sagt er. Denn: „Wir wollen junge Leute nach Bremen holen.“

Gleichwohl – in der Überseestadt geht es schnell voran, Zechs Pläne zum Umbau der Innenstadt brauchen viel mehr Zeit. Warum? Zech verweist auf die vielen Details, die in der City zu regeln sind, und sagt es so: „Wenn das hier in der Überseestadt eine Blinddarm-OP ist, dann ist es in der Innenstadt eine Herztransplantation.“

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