Bremen Wer als Patient oder Besucher im Klinikum Ost war, der weiß: Das weithin sichtbare Hochhaus ist in die Jahre gekommen. Doch das zur Gesundheit Nord (Geno) gehörende kommunale Klinikum bekommt eine Modernisierungskur. Seit Februar entsteht auf dem Gelände im Bremer Osten eine neue Intensivstation. Kosten: 13 Millionen Euro. Am Donnerstag wurde Richtfest gefeiert.

Der Bau der Station ist Teil der Modernisierungsarbeiten am Klinikum Bremen-Ost. Dafür hat die Geno nach Angaben eines Sprechers etwa 32 Millionen Euro veranschlagt. Ein Großteil davon sind den Angaben zufolge Fördergelder. Die neue Intensivstation ist ein Anbau, der von Stahlbetonstützen getragen wird und direkt an die drei großen Türme grenzt. Der Bau ist Kernprojekt der umfangreichen Modernisierung im Klinikum, betont Sprecher Timo Sczuplinski.

Wer links an den drei Türmen des Klinikums Ost vorbeifährt, kann schon einmal einen Blick in die Zukunft werfen. Denn dort entsteht die neue Intensivstation. Stahlbetonstützen ragen einige Meter in die Höhe und tragen den Neubau, der direkt an das Krankenhaus anschließt. Bezugsfertig soll die neue Intensivstation im Mai 2020 sein.

„Man kann schon von einer absoluten Turbo-Baustelle sprechen“, sagt Projektleiter Martin Fuhrmann. Binnen weniger Monate ist der Rohbau auf Stützen entstanden, der die neue Station mit 24 Betten auf eine Höhe mit dem ebenfalls neuen Aufnahmezentrum bringt. Auf insgesamt 2000 Quadratmetern wird es größere Ein- und Zweibettzimmer geben, das gesamte Umfeld wird deutlich moderner, sagt Furhmann.

Hinzu kommt eine direkte Zufahrt für Notarzt- und Krankenwagen. Im Rahmen der Klinik-Sanierung werden (und wurden) viele Bereiche und Stationen modernisiert. Direkt neben der neuen Intensivstation entsteht im alten Gebäude ein neues Aufnahmezentrum samt Notaufnahme und Aufnahmestation.

Wenn die Intensivstation dann 2020 in den Neubau gezogen ist, werden ihre alten Räume zu einer modernen „Weaning“-Station mit zehn Betten umgebaut. Dabei handelt es sich um eine Spezialstation, auf der Patienten von der Beatmung entwöhnt werden. Der Vorteil für Patienten wie Mitarbeiter: Kurze Wege für Kliniken und Abteilungen, die täglich in engem Austausch stehen, betont Sczuplinski. „Wir schaffen damit einen funktionalen Verbund mit Vorbildcharakter und optimale Voraussetzungen für eine klinikübergreifende Zusammenarbeit, von der Patienten und Mitarbeiter profitieren“, sagt Krankenhausdirektorin Judith Borsch.

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Das Klinikteam freut sich auf den Anbau. „Fachlich versorgen wir die Patienten auf dem aktuellsten und höchsten Niveau, bei der räumlichen Situation mussten wir aber zuletzt immer wieder improvisieren“, sagt Chefarzt Hubertus Rawert. Drum sei der Neubau auch ein wichtiges Signal an die Mitarbeiter. Und er hofft, in Zukunft weitere Fachkräfte gewinnen zu können.

Seit dem Bau der drei Bettenhäuser in den 70er Jahren ist die Intensivstation nicht grundlegend saniert worden. Ohne Ausweichfläche sei das in solch einem spezialisierten Krankenhausbereich auch nicht möglich, sagt Sprecher Sczuplinski. Mit dem Neubau werde diese Ausweichfläche nun geschaffen.

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