Bremen „Schaffen! Schaffen!“: 300 Herren in Frack und Kapitänsuniform haben am Freitag an der festlich gedeckten Tafel zur 474. Schaffermahlzeit im Bremer Rathaus Platz genommen. Unter den Geladenen waren Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz (SPD) als Ehrengast sowie der Sänger Herbert Grönemeyer (61).

Reden, Essen, Trinken, Singen, Rauchen - fürs Schaffermahl ist viel Stehvermögen nötig. „Das schaffe ich“, versicherte Grönemeyer, der selbstverständlich auch im Frack kam. Es folgten in exakter Minutenabfolge in fünf Stunden genau fünf Gänge und dazwischen zwölf Reden. „Schaffen“ hat übrigens bei diesem Anlass weniger mit Arbeit als mit Essen zu tun, denn mit „Schaffen!“ wurden Seeleute früher zur Mahlzeit gerufen.

„Das Bremer Schaffermahl ist ein einzigartiges Erlebnis“, lobte Scholz laut Redemanuskript hinter fest verschlossenen Türen im historischen Rathaussaal. „Und es zeugt von aufrichtigem, hanseatischem Bürgersinn: Es sind Kauf- und Seeleute, die uns heute so großzügig bewirten und die den Anlass nutzen, um anderen Gutes zu tun.“ Bedeckt hielt sich Scholz zuvor bei Journalistenfragen zum Ringen um die große Koalition in Berlin - Scholz ist als Bundesfinanzminister im Gespräch.

Drei kaufmännische Mitglieder der 1545 gegründeten Stiftung, die Schaffer, organisieren und bezahlen das Essen. Während der Mahlzeit werden Spenden für den Fortbestand der Stiftung Haus Seefahrt gesammelt.

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