Bremen Nach Messerfunden auf Spielplätzen und Briefen mit verdächtigem Pulver an Parteibüros sucht die Polizei in Bremen weiter nach dem Täter. „Wir haben unterschiedliche Hinweise erhalten, auch gute“, sagte ein Polizeisprecher. „Diesen Hinweisen gehen wir sehr intensiv nach. Wir ermitteln im Moment mit Hochdruck.“ Dem Täter wird versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Die Sonderkommission Spielplatz geht davon aus, dass ein Täter seit Mai mehrere Messer und spitze Gegenstände auf Bremer Spielplätzen ausgelegt und Briefe mit verdächtigem Pulver an Büros verschiedener Parteien in Bremen und Göttingen verschickt hat. Nähere Details zum Ermittlungsstand wollte der Sprecher aus taktischen Gründen nicht nennen. Das Pulver in den Briefen war jeweils harmlos.

Die von Erwachsenen entdeckten Messer und spitzen Gegenstände waren teilweise an Spielgeräten befestigt, Kinder hätten sich daran verletzen können. Die Polizei hat die Funde beschlagnahmt. „Die Spielplätze werden verstärkt kontrolliert“, sagte der Sprecher. Die Sozialbehörde hat für die Bremer Spielplätze 650 Warnschilder mit dem Titel „Achtung Verletzungsgefahr“ drucken lassen. Eltern werden gebeten, Spielgeräte zu kontrollieren, bevor Kinder sie benutzen.

In Weyhe im Landkreis Diepholz nahe Bremen wurden Ende Mai auch zwei Messer auf Spielplätzen gefunden. Eins lag unterhalb einer Schaukel auf einem Kindergartengelände und hatte Klebeband am Griff. Wahrscheinlich sei es an dem Spielgerät befestigt worden und dann heruntergefallen, so ein Polizeisprecher. Auf einem anderen Spielplatz fand eine Mutter eine abgebrochene Messerklinge am Podest einer Rutsche. Ob die Taten mit denen aus Bremen zusammenhängen, ist bislang unklar. Die Beamten aus Weyhe stehen im Austausch mit der Soko Spielplatz. Auch in Weyhe kontrolliert die Polizei Spielplätze und ruft Erwachsene zur Vorsicht auf.

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