Bremen Verkehrte Welt. Mühsam führt Lujain Hebbo (19) aus Syrien einen Stift an einen Stern auf einem Papier entlang. Sie blickt in einen Spiegel, alles ist verkehrtherum. Ein Einblick in die Arbeit von Ergotherapeuten.

Eine Klasse mit 15 jungen Flüchtlingen von der Berufsfachschule am Schulzentrum Walle hat am Montagvormittag die Ausstellung „Job – Familie – Zukunft“ der Bremer Heimstiftung in der Unteren Rathaushalle besucht. Mit der Ausstellung feiert die Stiftung ihr 65-jähriges Bestehen. Schulklassen und andere Interessierte erhalten hier Einblicke in die Arbeit von Altenpflegern, Physio- und Ergotherapeuten und auch Hauswirtschaftern an Mitmachstationen. Zudem bieten Mitarbeiter der Heimstiftung Beratungen für Senioren und pflegende Angehörige an. Auch Vorträge stehen auf dem Programm.

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Lujain kommt recht gut voran. Nur selten verlässt der Stift die vorgegebene Bahn. Die Aufgabe ist schwer. Nicht nur die Seiten, sondern auch vorne und hinten sieht sie verkehrt herum. Die angehende Ergotherapeutin Hannah Oldenburg (20) aus Bremen hält eine Pappe über den Stern. Ein Blick nach unten ist unmöglich, es bleibt nur der Spiegel. Es gäbe Menschen, die die Welt in dieser Weise verkehrt sehen, sagt sie. Die Beeinträchtigung kann Folge eines Unfalls sein. „Dann muss man jeden Morgen aufs Neue üben“, so Oldenburg.

Maya Hasan nimmt an einem kleinen Hindernislauf teil. Etwas ruckartig und leicht angestrengt überwindet sie eine Schaumstoffrolle. Sie trägt eine Beinschiene. Mayas rechtes Bein ist damit steif. Die 18-jährige Schülerin aus Syrien erlebt so die Welt vieler Senioren. „Viele Ältere haben eine Beinprothese“, erklärt Altenpfleger Rafuel Moreno (40). „Es ist schon schwer, das Gleichgewicht zu halten“, sagt die Schülerin. Abou Bahr (20) aus Gambia bewirbt sich dagegen gleich vor Ort als Altenpfleger. Die wichtigsten Griffe kann er bereits. Er hat seine Großeltern gepflegt und weiß, worauf es ankommt.  Die Ausstellung ist bis Freitag, 20. April, täglich von 9 bis 17 Uhr in der Unteren Rathaushalle zu sehen.

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