Bremen Bremen bekommt seine erste Kolumbariumkirche. Die Pfarrei St. Johann plant gemeinsam mit dem Katholischen Gemeindeverband und dem Bischöflichen Generalvikariat Osnabrück die Einrichtung eines Raumes für die Aufbewahrung von Urnen in der Kirche St. Elisabeth in Hastedt. Geplant ist ein Kolumbarium mit rund 1300 Urnenplätzen. Die Fertigstellung ist zum Ende des kommenden Jahres geplant.

„Das Kolumbarium soll ein christlich geprägter Ort für Verstorbene sein, an dem Hinterbliebene trauern können und der nicht mit einer Pflege für die Hinterbliebenen verbunden ist“, sagt Propst Dr. Martin Schomaker. Name und Lebensdaten der Verstorbenen werden auf einer Tafel am Ort der Beisetzung stehen. Der Raum ist öffentlich zugänglich.

„Die erste Urnenkirche in Bremen baut auf die positiven Erfahrungen, die bereits mit der Kolumbariumkirche Heilige Familie in Osnabrück gemacht werden“, sagt Daniel Meier, Sprecher des Katholischen Gemeindeverbands. Wie in Osnabrück werde die Kirche St. Elisabeth an der Suhrfeldstraße in Hastedt nach dem Umbau weiterhin ein Ort für die regelmäßige Feier der Gemeindegottesdienste bleiben, heißt es. „So sind die Verstorbenen in Gebet und Gedanken im Kreis der Gemeinde“, sagt der Propst. „Ihre Anwesenheit ist sichtbar, sie bleiben Teil des Alltags und somit Teil des Lebens.“

Für das neue Kolumbarium haben sechs Architekten ihre Vorschläge eingereicht. Umgesetzt werden soll ein Entwurf von „Ahrens+Pörtner Architektengesellschaft“ aus Hilter am Teutoburger Wald im Landkreis Osnabrück, den eine Fachjury dem Kirchenvorstand vorgeschlagen hat. Der genaue Baubeginn steht jedoch noch nicht fest. Die Pläne sind bis zum 20. Juni im Franziskussaal der Propsteikirche St. Johann (Hohe Straße 2) zu sehen.

Die St.-Elisabeth-Kirche wurde 1969 errichtet und entstand in der Nähe des Vorgängerbaus aus dem Jahr 1930, der beim letzten Luftangriff auf Bremen zerstört worden war. Architekt Ewald Brune, der die Kirche vor 50 Jahren konzipiert hat, gehörte zur Fachjury der Kolumbariumkirche und wird die weiteren Planungen begleiten.

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