Bremen Bremen trauert um seinen Ehrenbürger Bernd Hockemeyer. Der Unternehmer, einstige Handelskammer-Präsident und Mäzen ist, wie am Mittwoch bekannt wurde, am 9. Mai gestorben. Hockemeyer, der von 1975 bis 1979 für die CDU in der Bürgerschaft saß, wurde 84 Jahre alt. Bürgerschaft, Rathaus und Schütting, Sitz der Handelskammer, wurden am Mittwoch mit Trauerflor beflaggt.

Hockemeyer, am 27. Oktober 1935 in Bremen geboren, hatte 1960 die Leitung der Firma Gebrüder Thiele übernommen und das internationale Geschäft des Unternehmens (Porzellan, Glas, Keramik, Werkzeug, Eisenwaren, Gartengeräte) ausgebaut.

Hockemeyer wollte Wirtschaft, Kultur und Bildung miteinander verbinden. Er gilt als bedeutender Förderer bremischer Kultur und wurde im April 2003 zum Bremer Ehrenbürger ernannt. Hockemeyer hatte entscheidenden Anteil an der im Jahr 2000 gelungenen Rückführung von 101 bedeutenden Kunstwerken der Bremer Kunsthalle, die Soldaten der Roten Armee 1945 aus Schloss Karnzow in der Mark Brandenburg in die Sowjetunion mitgenommen hatten. Durch sein privates finanzielles Engagement machte Hockemeyer 2000 die Rückgabe des Bernsteinzimmer-Mosaiks an Russland möglich, das 1997 in einer Wohnung im Steintor aufgetaucht war.

„Bernd Hockemeyer hat sich wie kaum ein anderer um das Gemeinwohl Bremens verdient gemacht“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). „Unvergessen bleibt auch sein Einsatz für die Bildung, zum Beispiel für die Schuloffensive“, so Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff (CDU). „Mit seiner Stiftung und auch als Ehrenbürger der Stadt gehörte er zu den bedeutenden Förderern in unserer Region“, so Präsidentin Janina Marahrens-Hashagen und Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger von der Handelskammer.

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