Bremen Viele bunte Lichtstrahler setzen am Sonnabend zu Beginn der sechsstündigen „Schlagernacht des Jahres“ die große Bühne in der Stadthalle (ÖVB-Arena) spektakulär in Szene. Die Stimmung ist schon am frühen Abend ausgelassen, als die gut 8 000 Zuschauer auf Stars wie Matthias Reim, Jürgen Drews, Mickie Krause, Nicole und vor allem auf Helene Fischer warten.

Vor der Bühnenabsperrung stehen schon lange vor Showbeginn die eingefleischten Schlagerfans eng nebeneinander, um sicher zu gehen, dass sie während des Konzerts ihren Stars ganz nah sein können. Manche haben Schilder dabei, andere Blumen oder Luftballons in Herzform. Den Anfang des Schlagermarathons macht pünktlich um 18 Uhr Peter Michael. „Als Erster habe ich es natürlich am schwierigsten“, sagt er und fragt sogleich: „Bremen, wie ist die Stimmung?“, woraufhin laute Jubelrufe die Halle erfüllen. Der 26-jährige Schwabe wird als neuer Stern am Schlagerhimmel gefeiert, zu seinen bekanntesten Liedern gehört bislang der Song „Keine halben Sachen“.

Claudia Jung hingegen ist schon lange erfolgreich im Schlagergeschäft. „Nächsten Monat werde ich 50“, verrät sie und erzählt, dass sie schon fast 30 Jahre auf der Bühne steht. Da an diesem Abend jeder der zwölf Künstler nur knapp eine halbe Stunde Zeit für seinen Auftritt hat, will die Songauswahl vorab wohl überlegt sein. Jung erzählt, sie habe sich nicht so recht entscheiden können und habe daher ein Medley vorbereitet, das eine musikalische Zeitreise durch die vergangenen drei Jahrzehnte sei.

Noch vor 20 Uhr schafft es Stimmungskanone Mickie Krause die Leute zum Ausflippen und die Halle zum Beben zu bringen. „Bremen, ihr habt ja jetzt schon den Arsch voll!“, ruft er, nach seinem ersten Lied „Reiß die Hütte ab“ und die Leute jubeln, strecken ihm ihre Arme entgegen oder machen Fotos mit ihren Handys. Zu dem Lied „Nur noch Schuhe an“ ziehen sogar viele Leute im Publikum ihre Schuhe aus und halten sie hoch über den Köpfen der Zuschauermenge.

Völliges Kontrastprogramm zur Ballermann-

Party-Musik bietet schließlich Nicole mit dem 32 Jahre alten Hit „Ein bisschen Frieden“. Die 49-Jährige kommt mit ihrer natürlichen und sympathischen Art gut beim Publikum an. „Dieses Lied darf an diesem Abend nicht fehlen, denn es ist einfach untrennbar mit mir verbunden“, sagt sie und sagt, dass sie vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine und auf der Krim niemals müde werde dieses Lied weiter in die Welt hinauszutragen.

Absolutes Highlight des Schlagerfestivals ist aber der Auftritt von Helene Fischer, der mit einem spektakulären Bühnenfeuerwerk beginnt. Die Leute sind begeistert, rufen laut „Helene! Und wedeln mit ihren bunten Leuchtstäben, als sich die Tür zur Bühne öffnet und die 29-Jährige die Bühne betritt. „Ja, so stell ich mir das vor“, sagt sie nach ihrem ersten Song gerührt von so viel Resonanz.

„Ich freue mich wahnsinnig heute wieder hier bei euch zu sein“, sagt Helene Fischer und kündigt gleich an, dass sie im September wieder auf Tour gehe. Zu Liedern wie „Ich will immer wieder dieses Fieber spür`n“ oder „Die Hölle morgen Früh“ singen, tanzen und klatschen die vielen tausend Leute begeistert mit und feiern noch bis spät in die Nacht hinein den deutschen Schlager.

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