Brake Seit knapp 15 Monaten bleiben die Türen für Rainer Wispeler, Eckhardt Ritter und Fatma Bacik geschlossen, wenn sie einen Bus in der Wesermarsch nutzen möchten. Sie sind E-Scooter-Fahrer und seit Januar 2015 gilt in der Wesermarsch ein Mitnahmeverbot für diese Elektromobile.

„Das schränkt uns erheblich in unserer Mobilität ein. Einfach mal nach Oldenburg fahren, um sich mit jemanden zu treffen oder um einzukaufen ist sehr schwierig“, sagt Bacik. Daher setzt sich der Kreisbehindertenbeirat für eine Lösung des Beförderungsproblems ein. „In Zeiten der Inklusion ist es wichtig, dass auch wir den öffentlichen Personennahverkehr nutzen können“, sagt Rainer Wispeler, Vorsitzender des Kreisbehindertenbeirates.

Nun ist ein Kompromiss in Sicht. Matthias Sturm, Pressesprecher des Landkreises, lud die E-Scooter-Fahrer nun zum Kreishaus ein, um ein Fahrzeug des Taxiunternehmens Kase aus Nordenham zu testen. Dieses ist für den Transport von E-Scootern ausgelegt. „Wichtig ist, dass Personen transportiert werden können, die sich nicht alleine umsetzen können“, so Wispeler.

Nacheinander wagten Wispeler, Ritter und Bacik den Test. Mittels einer Rampe kann der Transporter befahren werden. Im Innenraum befinden sich Halterungsgurte, mit denen der E-Scooter gesichert werden kann. „Wir sehen in diesem Fahrzeug eine gute Zwischenlösung, bis die Busse umgebaut sind“, so Wispeler. Weitere Details wie Kosten seien noch mit dem Taxi-Unternehmen zu klären, teilte Sturm mit. Wispeler, Ritter und Bacik hoffen nun auf eine baldige Lösung.

Sophie Schwarz Volontärin / NWZ-Redaktion
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